Bezirk Gmünd: Marke von 1.000 Infektionen überschritten. Mehrere schlechte Nachrichten, aber auch eine gute gibt es von der Coronafront im Bezirk Gmünd: Die Infektionszahlen gehen seit Sonntag endlich merkbar zurück, zugleich wurde am Nachmittag des 23. November der bereits tausendste CoV-Positive im Bezirk registriert. Die Zahl der Verstorbenen stieg auf 22.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 23. November 2020 (19:02)
In der Bezirkshauptmannschaft Gmünd wurde am 23. November die tausendste bestätigte CoV-Infektion des Bezirkes registriert.
Markus Lohninger

Die lange erhoffte Entspannung im Gmünder Bezirk ist übers vergangene Wochen endlich eingetreten, berichtet Bezirkshauptmann Stefan Grusch im NÖN-Telefonat. Bereits am Sonntag hat er um einige mehr Genesene als Neuinfizierte registriert, am Montag standen den 29 als neu gesundet bewerteten Einwohnern „nur“ noch 13 bestätigte neue Infektionen gegenüber. Der Wert für die „7-Tage-Inzidenz“, der die Neuinfektionen zwecks besserer überregionaler Vergleichbarkeit in Relation zur Einwohnerzahl bringt, sank zum Wochenbeginn im Bezirk immerhin auf 424 – er ist damit noch über dem Landes-, aber immerhin schon unter den Bundestrend (NÖ: 347; Ö: 454). Der Inzidenzwert 424 ist auch deutlich geringer als noch zum Monatsbeginn in Gmünd. 

Cluster:
Fünfter Todesfall im PBZ Schrems

Insgesamt hält sich die Euphorie in der Behörde trotz der aktuell guten Signale noch in Grenzen: Unter den 13 positiven Tests des 23. November war am späten Montagnachmittag nämlich laut Bezirkshauptmann Grusch auch der tausendste bestätigte Coronafall im Gmünder Bezirk, zugleich erhöhte sich die Zahl der in Verbindung mit einer CoV-Infektion verstorbenen Einwohner seit Freitag um vier auf 22 (darunter mittlerweile fünf Bewohner des PBZ Schrems).

Bezirkshauptmann Grusch hofft, dass die Infektionszahlen aufgrund der Kontakteinschränkungen in den nächsten Tagen noch weiter nach unten gehen. Klar müsse aber sein, dass Lockerungen auch wieder mehr Kontakte und folglich mehr Risiko nach sich ziehen würden.

Heftige drei Monate für einstigen Musterbezirk

Wie stark sich das Virus innerhalb von nicht einmal drei Monaten im früheren Corona-Musterbezirk ausgebreitet hat, das zeigt ein Blick zurück: Anfang September war gerade einmal der 18. CoV-Positive registriert worden, der erste Todesfall datierte erst vier Wochen später.

Mit Stand Montagabend hält der Bezirk laut Behörde bei 1.004 jemals und 288 aktuell infizierten Einwohnern, 816 Personen sind derzeit als Infizierte oder Hochrisiko-Kontakte abgesondert.