Für Blackout gerüstet: Feuerwehr liefert Strom. In Paneele am Dach des Feuerwehrhauses flossen rund 38.500 Euro.

Von Karl Tröstl. Erstellt am 15. November 2020 (05:54)
Am Dach des Feuerwehrhauses in Albrechts wurden Photovoltaik-Paneele installiert. Im Bild (vor Inkrafttreten des zweiten Lockdown): Monteur Martin Knapp, Kommandant-Stellvertreter Martin Strondl, Bürgermeister Alois Strondl, Kommandant Daniel Müllner und Gemeinderat Andreas Weissensteiner.
Karl Tröstl

Die Feuerwehr in der Waldensteiner Katastralgemeinde Albrechts liefert seit einigen Tagen Strom: Am Dach ihres Gebäudes wurden Photovoltaik-Paneele montiert – in Ideallage in Richtung Süden.

Annähernd die gesamte südseitige Dachfläche wurde mit Photovoltaik-Paneelen, aus klimaneutraler österreichischer Produktion, überdeckt und installiert. In den Innenräumen des Gebäudes wird eine große Speicherbatterie mit 16 kWh Speicherkapazität installiert. Ein bedarfsorientierter Wechselrichter soll für automatische Notstromumschaltung im Bedarfsfall sorgen.

Nach Fertigstellung dieses Projektes ist das Feuerwehrhaus in Albrechts neben jenem der Feuerwehr Unserfrau (die NÖN berichtete) einer der ersten Orte im Bezirk mit Stromversorgung, die auch im Falle eines Blackouts sicher gestellt sein soll.

Weiterer Photovoltaik-Ausbau geplant

Insgesamt verfügen die Photovoltaik-Anlagen in der Gemeinde Waldenstein über eine Kapazität von 135 kWp und versorgen Kläranlage, Musikerheim, Kindergarten, Volksschule sowie Sport- und Kulturzentrum.

Die Gesamtkosten der neuen Anlage betragen 38.500 Euro und werden von Gemeinde und Bund finanziert. „Wir planen in der Gemeinde Waldenstein den weiteren Ausbau von Photovoltaik-Anlagen“, erklärt Gemeinderat Andreas Weissensteiner beim Lokalaugenschein mit der NÖN: „Es ist noch Platz am Dach des Sport- und Kulturzentrums und des Feuerwehrhauses in Waldenstein sowie Restflächen auf der Volksschule.“ Bis 2025 will die Gemeinde energieautark sein, die Bilanz des Vorjahres ging schon in diese Richtung: Da wurden laut Weissen steiner rund 50 Prozent des Energiebedarfs selbst erzeugt.