„Teufelsaustreibung“: Einweisung für Pflegerin

24-Stunden-Betreuerin muss in Anstalt, weil sie 51-Jähriger aus Albrechts unter dem Einfluss einer Geisteskrankheit Bauchstich versetzt haben soll. Die Rumänin bestritt die Tat.

Jutta Hahslinger Erstellt am 07. Oktober 2021 | 05:26
Messer Frau Messerattacke Symbolbild
Symbolbild
Foto: PopTika/Shutterstock.com

„Die bringt mich um!“ Diesen Hilferuf konnte das im Bett liegende, halbseitig gelähmte Opfer (51) nach einer Messerattacke der Pflegerin per Handy noch absetzen.

Die alarmierten Angehörigen fanden die 51-Jährige wie berichtet in ihrer Wohnung in Albrechts dann blutend aus zahlreichen Messerschnittwunden vor. Die anwesende 24-Stunden-Betreuerin (40) des Opfers machte einen verwirrten Eindruck und verbrachte die Tage bis zum Prozess in psychiatrischer Betreuung in Mauer.

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„Du bist ein ganz böser Teufel, du gehörst erstochen!“, habe die Pflegerin geäußert, sich auf das im Bett liegende Opfer gesetzt und ihr mit zwei Messern Schnitte am ganzen Körper versetzt. Dann habe sie ihr ein Messer in den Bauch gerammt, habe das Messer stecken lassen und sei dann eine Zigarette rauchen gegangen. Diesen Moment habe das Opfer für den Hilferuf genutzt.

Dann sei die Pflegerin wieder zurückgekehrt und habe das Messer rausgezogen und sei mit den Messern in den Flur gegangen, als die alarmierten Angehörigen eingetroffen sind, erläuterte die Staatsanwältin.

Gutachter attestierte paranoide Schizophrenie

Laut Expertise eines psychiatrischen Gutachters habe die Pflegerin den Mordversuch unter dem Einfluss einer hochgradigen Geisteskrankheit (paranoide Schizophrenie) begangen, und er bejahte deren Einweisung in eine Anstalt für abnorme Rechtsbrecher.

„Ich habe ihr nur helfen wollen und das Messer rausgezogen“, erklärte die Angeklagte aus Rumänien, und sie leugnete den Mordversuch. Die Geschworenen befanden die kranke Pflegerin mit 7:1 Stimmen des Mordversuchs für schuldig: Es wurde die Einweisung der 40-Jährigen angeordnet.

Nicht rechtskräftig.