Silo: Vier Meter müssen weg. Fix: Der 22 Meter hohe Silo beim neuen Y-Pelletswerk muss gekürzt werden.

Von Karin Pollak. Erstellt am 01. Juni 2019 (04:34)
K. Tröstl
Der NÖN-Exklusivbericht zu den Turbulenzen beim Bau zumY-Pellets-Werk hat Anfang April Wellen geschlagen.

Der Bau des Y-Pellets-Werkes in Altweitra schreitet voran. Nach wie vor steht der „illegal“ auf eine Höhe von 22 Metern errichtete Silo. Er muss auf 18 Meter gekürzt werden ( die NÖN berichtete ).

Gerüchte, dass der Silo nun doch nicht „beschnitten“ werden müsse, kann ÖVP-Bürgermeister Otmar Kowar nicht bestätigen, im Gegenteil: „Die Betreiber haben zwar nach Möglichkeiten gesucht, dass sie den zu hoch gebauten Silo nicht kürzen müssen, aber es bleibt dabei. Der Silo muss auf 18 Meter gestutzt werden“, meinte Kowar gegenüber der NÖN. „Die beiden weiteren Silos dürfen nicht höher als 16 Meter werden“, so Kowar.

Seitens Y-Pellets, die auch in Gars ein Pelletswerk betreiben, war der neue Produktionsleiter im Werk Altweitra, Martin Hofmann zu erreichen. „Derzeit ist der gesamte Außenbau eingestellt, auch der Kran wurde abgebaut. Es stehen der 22 Meter hohe Silo und ein 16 Meter hoher Silo. Mit dem Bau des dritten Silos, der ebenfalls 16 Meter hoch sein wird, wurde noch nicht begonnen.“

Das bestätigt auch Firmenchef Andreas Kotyk, und gibt auch die nächsten Schritte bekannt: „Die Kürzung des Silos erfolgt im Juli, nach einer noch notwendigen Behördenbesprechung und der Ausstellung des dazugehörigen Bescheides sollte die Pelletsproduktion in Altweitra im September gestartet werden.“

Kotyk verweist auf weit höhere Nachbarsilos

Zur verhängten Silokürzung nahm Michael Kotyk erstmals gegenüber der NÖN Stellung: „Seit Oktober des Vorjahres gibt es Unterlagen im Einreichverfahren, in denen der 22 Meter hohe Silo ausgewiesen ist. Außerdem stehen auf dem Nachbargrundstück Silos, die um die 30 Meter hoch sind und genehmigt worden sind.“ Der jetzt mit der Gemeinde Unserfrau-Altweitra vereinbarten Vorgangsweise werde man nachkommen.

Für den neuen Produktionsleiter Hofmann ist ein gutes Verhältnis zu den Anrainern und der Gemeinde ein großes Anliegen, die ersten Kontakte dazu seien bereits geknüpft. „Wir wollen eine vernünftige Basis schaffen“, so Hofmann. „Das ist auch unser Auftrag an den neuen Betriebsleiter“, so Kotyk.