Bezirk Gmünd: Covid-Infektionen nach Maturaparty. Bezirk Gmünd hält bei immerhin wieder sechs, großteils jugendlichen, Covid-Positiven: Zwei nahmen das Virus aus Kroatien mit, einer von einer heimischen Party.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 21. Juli 2021 (04:24)
Kroatien profitiert von "verhaltenen Reiseströmen"
APA (Symbolbild)

Das Covid-Geschehen im Gmünder Bezirk nimmt, nachdem die Infiziertenzahl vor den Ferien erstmals seit Monaten auf null gesunken war, allmählich wieder Fahrt auf. Zum Start der neuen Woche sprach Bezirkshauptmann Stefan Grusch von immerhin schon wieder sechs Covid-Positiven – die großteils jüngeren Semesters sind.

Zwei Infizierte sind Jahrgang 2005, je einer ist Jahrgang 2002, 2001 und 1991, der Sechste ist ein von der Tochter angesteckter Vater. Zwei Personen brachten das Virus von der „X-Jam-Maturaparty“ in Kroatien mit, die neben dem Cluster auch durch angebliche Übergriffe in die Schlagzeilen geraten war. Und, so Grusch: „Bei einer Party außerhalb des Bezirkes Gmünd war auch was dabei.“ Die Organisatoren der „Hawaiiparty“ in Großreichenbach hatten online von sich aus von zwei Personen berichtet, die positiv auf Covid getestet wurden und davor unter anderem auch bei der Party anwesend waren.

Schwerere Krankheitsverläufe sind aus dem Sextett bisher nicht bekannt, Hinweise auf das etwaige Vorliegen der Delta-Variante liegen laut Grusch schon deshalb nicht vor, weil Befunde noch ausstehen. Der Bezirkshauptmann wertet die leichte Häufung aber als Bestätigung für den angekündigten Kurs zu wieder schärferen Kontrollen in der Nachtgastronomie – zumal Jugendliche aktuell noch die Gruppe mit der geringsten Impfrate sind.

11. August ist letzter Impftag im Access-Park

Diesem Umstand will Stefan Grusch auch insofern Rechnung tragen, als er sich mit Überlegungen hinsichtlich einer freiwilligen Aufklärungs- und Impfaktion an den Schulen des Bezirkes im Herbst trägt. Er sieht das als Mittel, um den Präsenzunterricht diesmal langfristig aufrecht erhalten zu können.

Im Gmünder Impfzentrum wird jedenfalls nur noch bis zum 11. August gespritzt, wobei laut Bezirkshauptmann bisher immer alle gelieferten Stoffe auch verimpft wurden. „Auf unser engagiertes Team um Gerald Katzenschlager und Bettina Weiß kann man stolz sein“, sagt er: „Die Mannschaft setzt sich stark dafür ein, dass bei übrig gebliebenen Impfstoffen noch nicht angemeldete Personen mit Interesse kontaktiert werden.“ Vorläufig sind Covid-Impfungen ab 12. August bei niedergelassenen Ärzten möglich – Grusch glaubt aber, dass angesichts der Entwicklungen spätestens im Spätherbst die Tore zum Impfzentrum wieder öffnen werden.