Wespen ruinierten die gesamte Ernte. Mit einer wahren Plage hat Walter Sprinzl aus Steinbach zu kämpfen.

Von Karl Tröstl. Erstellt am 09. September 2019 (04:12)

Zuerst der relativ warme Frühling, dann die wochenlang warmen Sommermonate. Dieser Mix bescherte Landwirt Walter Sprinzl aus Steinbach bei Nagelberg heuer eine wahre Wespenplage: Die stechenden Zeitgenossen machten die komplette Obsternte der vor vier Jahren angelegten Plantage zunichte.

Der süßliche Duft der Früchte lockt Artgenossen an. Dann fallen sie gemeinsam über die Früchte her, stechen sie an und fressen das Fruchtfleisch. Sprinzl kann die Höhe des Schadens kaum beziffern. Das Obst wird für Marmelade, Kompott und zum Einfrieren verwendet – heuer gibt es diese Köstlichkeiten nicht. Im Garten von Walter Sprinzl gibt es nicht nur Kernobst, sondern vorwiegend Stein- und Beerenobst, das die Wespen genauso mögen. „Von den Beeren bleibt nur die Haut übrig. Angestochenes Kernobst wird angefressen und beginnt noch am Baum hängend zu faulen“, erklärt Sprinzl.

Auf Nachfrage erklärt Bauernkammersekretär Martin Spitaler, dass von Obstbauern derzeit noch keine Meldungen über heftigen Wespenbefall eingelangt seien – allerdings auch aus gutem Grund: Es gebe ohnehin keine Entschädigungen für derartige Ernteausfälle. Versicherungen bieten auch kein derartiges Versicherungs-Modell an.