Antrag: Auch Heidenreichstein will fixe Teststraße. Lange hat es nicht gedauert, bis nach Veröffentlichung der vier fixen Antigen-Teststationen im Gmünder Bezirk erste Proteste kamen: Heidenreichstein ist, obwohl drittgrößte Stadt des Bezirkes, die einzige der fünf Stadtgemeinden ohne Teststraße.

Von Markus Lohninger und Franz Dangl. Erstellt am 21. Januar 2021 (19:42)
Franz Dangl

In den Städten Gmünd, Schrems, Weitra und Litschau werden ab 25. Jänner bis auf Weiteres von Montag bis Samstag abwechselnd an fixen Tagen auf kostenloser und freiwilliger Basis Antigen-Tests abgenommen, die NÖN hat berichtet. Dass Heidenreichstein als einzige Stadtgemeinde nicht unter den Teststationen gelistet ist, sorgte für einige Verwunderung und online für Debatten. 

Kirchmaier: „Über Antrags-Möglichkeit nicht informiert“

Das Grundziel sei eine geografische Streuung gewesen, sodass die Bevölkerung aus allen Teilen des Bezirkes einigermaßen bewältigbare Möglichkeiten hat, sagt Bezirkshauptmann Stefan Grusch. Gemeinden hätten beim Gemeindebund ihr Interesse am Mitmachen deponieren können. Heidenreichstein hat das nicht gemacht, wie der dortige Bürgermeister Gerhard Kirchmaier (SPÖ) bestätigt, weil: Er sei über die Option, dass man sich von sich aus anmelden kann, gar nicht informiert worden.

Das ist aus der Sicht des Bezirkshauptmannes kein Problem. „Es ist ein dynamisches System. Wenn eine weitere Gemeinde mitmachen möchte und das entsprechende Sanitätspersonal stellen kann, dann freut mich das“, sagt Grusch. Der Behörde komme in dem Fall primär die Rolle der Koordination zu, damit die Testorte und -zeiten einander möglichst ergänzen und dauerhaft sichergestellt sein können.

Antrag für Volksheim läuft, Personal stünde bereit

Nach Rücksprache mit Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) hat Heidenreichstein laut Kirchmaier mittlerweile einen Antrag auf eine eigene Teststation eingebracht, um auch in der Burgstadt die kostenlose Option anbieten zu können. „Das Personal können wir stellen, und als Ort für die Testungen stünden die Räumlichkeiten des Volksheims Heidenreichstein zur Verfügung“, sagt der Gemeindechef. 


Wer beim Antigen-Test ein positives Ergebnis aufs Handy bekommt, der wird zur Feststellung des tatsächlichen CoV-Status noch einem PCR-Test unterzogen – zuletzt hatten sich bei den Flächentests laut Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) 54 Prozent der positiven Antigen-Tests als tatsächliche Covid-Infektion herausgestellt. 

Das sind aktuell die fixen Antigen-Teststraßen und Zeiten im Bezirk Gmünd:

  • Montag: Kulturhaus Schrems, 14-18 Uhr
  • Dienstag: Palmenhaus Gmünd, 14-18 Uhr
  • Mittwoch: Hallenbad Litschau, 14-18 Uhr
  • Donnerstag: Rathaus Weitra, 14-18 Uhr
  • Freitag: Palmenhaus Gmünd und Kulturhaus Schrems (jeweils 14-18 Uhr)
  • Samstag: Palmenhaus Gmünd, Rathaus Weitra und Hallenbad Litschau (jeweils 8-12 Uhr) 

Testen lassen kann man sich kostenlos und freiwillig an jedem dieser Standorte, Voranmeldungen werden in Kürze auf www.testung.at angekündigt