Neuer Teich in Thaures entsteht. 1,5 Tonnen Karpfen sollen in Teich von Friedrich Hofbauer Platz finden.

Von Stefan Hawlicek. Erstellt am 11. Mai 2019 (04:21)
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Teichwirt Friedrich Hofbauer (l.) lässt derzeit in Thaures einen 1,8 Hektar großen Teich errichten. Bei der Baustellenbesichtigung mit dabei: Talkner-Geschäftsführer Kurt Pieringer, Baggerfahrer Michael Deimel, Lkw-Chauffeur Manuel Mader und Johann Hofbauer (v.l.).

Als zukünftige Heimat von 1,5 Tonnen feinstem Waldviertler Karpfen ist in Thaures in der Gemeinde Heidenreichstein derzeit ein Teich im Entstehen, auf dessen Fläche auch spielend zwei Fußballfelder Platz hättten.

Auf einer Gesamtfläche von 2,4 Hektar bietet er eine nutzbare Wasserfläche von 1,8 Hektar samt überdachter Hälteranlage. Damit zählt das Projekt momentan zum größten umgesetzten Teichbauvorhaben im gesamten Bezirk Gmünd.

Erster Fischbesatz wird 2020 eingesetzt

Treibende Kraft hinter dem Teichbau ist Friedrich Hofbauer aus Kleinpertholz. Er will im Frühjahr 2020 den ersten Fischbesatz in den Teich einsetzen: „Der Karpfen erfreut sich längst weit über die Grenzen des Waldviertels hinaus größter Beliebtheit. Dementsprechend groß ist auch die Nachfrage.“

Mit seinem Familienbetrieb bewirtschaftet er aktuell 10 Hektar Teichflächen. Was ihn dabei besonders freut: Der Verkauf der Fische erfolgt so gut wie nur durch Direktvermarktung, sei es durch Zustellung oder durch Abholung. „Es ist schön zu sehen, dass man ein Produkt erzeugt und vermarktet, das bei den Konsumenten einen sehr hohen Stellenwert genießt.“

Denn die überwiegende Anzahl der Abnehmer verbinden das Einkaufserlebnis mit einem Besuch bei der Familie Hofbauer in Kleinpertholz. Dass dabei gleich 30 Kilogramm Karpfenfilet auf einmal über den Ladentisch wandern, ist keine Seltenheit. Eine mögliche Wachstumschance in der Vermarktung sieht Friedrich Hofbauer zudem in der Gastronomie. Bei der Fütterung seiner Karpfen setzt Hofbauer übrigens fast ausnahmslos auf Getreide aus eigenem Anbau. Gerste, Triticale und Roggen sind auf dem Speiseplan der Fische ganz oben zu finden. „Zur Konditionierung wird im Frühjahr und Herbst noch Futter in geringen Mengen zugekauft“, erzählt der Teichwirt.

Die Teichbaustelle in Thaures zeigt sich von der ersten Stunde an als echter „Umweltmusterschüler“. „Bei der Planung des Projektes haben wir großes Augenmerk auf ökologisch optimierte Abläufe gelegt“, erklärt Talkner-Geschäftsführer Kurt Pieringer. Dadurch ist auch die Zahl der eingesetzten Baumaschinen vor Ort mehr als überschaubar.

Tatkräftig daran beteiligt ist Bagger-Fahrer Michael Deimel, der die Erdbewegungen mit seinem Hydraulikbagger im Alleingang bewerkstelligt. „Mit dem richtigen Konzept im Hintergrund ist auch auf einer Baustelle dieser Dimension jeder einzelne Arbeitsschritt exakt durchdacht und geplant.“