Achtung! Baustellen im Bezirk Gmünd. Ausbau bei Hoheneich schreitet voran, Cabriolenker raste mit 174 km/h durch. Großbaustelle in Karlstift bringt Totalsperren.

Von Markus Lohninger und Karin Pollak. Erstellt am 22. Juli 2019 (04:30)
Johannes Bode
Offenbar teils immer noch Raserstrecke, obwohl bereits mitten im vierspurigen Ausbau: Die B41 im Bereich Hoheneich.

Der vierspurige Ausbau der B41 im Bereich Hoheneich schreitet voran. „Wir liegen im Bauzeitplan, obwohl bei den laufenden Erdarbeiten auch die Felsen gesprengt werden mussten“, sagt Betriebsleiter Christoph Oppolzer. Mit den derzeitigen Geschwindigkeitsbeschränkungen wird die B41 auch weiter befahrbar bleiben.

Ein Tempolimit mit 70 km/h dürfte ein 27-Jähriger aus dem Bezirk Gmünd ignoriert oder verschlafen haben: Er lenkte am 12. Juli um 17.25 Uhr ein Cabrio BMW 330 von Gmünd kommend in Richtung Schrems. Im Baustellenbereich, in dem auch ein Überholverbot gilt, raste er mit gemessenen 174 km/h. Der Lenker wurde bei der Bezirkshauptmannschaft angezeigt. Er wird wohl so schnell in kein Auto mehr einsteigen.

Straßensituation gerade Thema

Alle anderen Verkehrsteilnehmer sollten registrieren, dass mittlerweile auch eine Großbaustelle der B41 und B38 in Karlstift angelaufen ist. Die Straßensituation in der Großpertholzer Katastralgemeinde wurde zuletzt durch einen wütenden Brief eines NÖN-Lesers Thema.

Die Straßenmeisterei Weitra hat mit der Erneuerung der Entwässerungen entlang der B38 begonnen, entfernt bestehende Nebenanlagen. Wo erforderlich, kommen Tragschichten auf B38 und B41 weg. Der ungebundene Unterbau wird danach zementstabilisiert, auf 1,3 Kilometern werden Asphaltrecyclingschichten, bituminöse Trag- und Deckschichte eingebaut. 1.200 m2 Gehsteige werden neu errichtet, gut 900 Laufmeter Bordsteine neu versetzt. Statt der Verkehrsinsel bei der Kreuzung B38/B41 ist eine Doppelausfahrt geplant.

Für die Arbeiten muss die Ortsdurchfahrt von 23. bis 31. Juli, von 19. bis 21. sowie 26. bis 28. August komplett gesperrt werden, die Umleitung erfolgt großräumig über Groß Gerungs, Arbesbach nach Liebenau und Sankt Oswald nach Freistadt. Von Freistadt kommend ist die B38 bis Gugu befahrbar. Dann erfolgt die Umleitung über einen Güterweg nach Liebenau und analog der Umleitung in Richtung Weitra. Für Anrainer und Buspendler nach Linz werden, so Bürgermeisterin Martina Sitz, Lösungen gesucht.

Die Kosten belaufen sich auf rund 550.000 Euro, wovon rund 90.000 Euro auf die Gemeinde Bad Großpertholz entfallen. Die Fertigstellung der Arbeiten wird für Ende Oktober erwartet.