Karpfenkönigin kommt aus Aalfang. Luna Nosko ist nun „niederösterreichische Karpfenkönigin Luna I“ – und wird in dieser Funktion auch den Waldviertler Karpfen nach außen tragen.

Von Karin Pollak. Erstellt am 10. Mai 2017 (05:00)
Fotostudio E. Hois
Luna Nosko ist die neue Botschafterin für die NÖ Teichwirtschaft: „Luna I“ übernahm die Krone der Karpfenkönigin von „Eveline I“ und wird bei der „waldviertelpur“ in wenigen Tagen in Wien der Öffentlichkeit vorgestellt.

Luna Nosko darf man seit einigen Tagen als „Ihre Hoheit“ ansprechen: Sie wurde zur niederösterreichischen Karpfenkönigin ernannt und wird in den nächsten beiden Jahren auch den Waldviertler Karpfen nach außen tragen. Die 25-Jährige wurde zuhause bei der Großmutter in Haugschlag geboren und ist in Aalfang aufgewachsen.

„Dem Waldviertel und dem Karpfen bleibe ich aber immer treu“

Dass sie nun diesen Titel tragen darf, ist für die Tochter des Heidenreichsteiner Burg-Kastellans Reinhard Sprinzl („in ihr ist schon der Fisch drin…“) eine große Auszeichnung. „Ich bin total natur- und tierlieb. Das haben meine Eltern immer unterstützt, und mein Vater hat mein Interesse am Karpfen geweckt“, so die Studentin an der Universität für Bodenkultur in Wien. „Ich esse den Karpfen sehr gerne und es ist mir wichtig, dass die Leute darauf aufmerksam gemacht werden, statt gefährdeter Meeresfische heimischen Fisch zu essen. Dieser ist gesünder, besser und nachhaltiger“, so die angehende Umwelt- und Bioressourcen-Managerin.

Sonja Eder
Landwirtschaftskammer Niederösterreich-Vizepräsidentin Theresia Meier, Teichwirteverband-Obmann Willibald Hafellner, Tierzuchtdirektor Andreas Moser und die ehemalige Karpfenkönigin Eveline I. mit der neuen Karpfenkönigin Luna Nosko.

Ein besonderer Part der frischgekrönten Karpfenkönigin ist die Teilnahme an diversen Veranstaltungen, die für den Teichwirteverband wichtig sind. Fünf sind bereits terminisiert. „Dafür habe ich ein Dirndl, eine Krone und auch eine Schärpe erhalten“, so Nosko.

Der erste Auftritt von „Luna I“ ist „waldviertelpur“ in der kommenden Woche in Wien. „Ziel ist es, dass ich das Gesicht zum Karpfen werde, so wie es viele andere Königinnen und Prinzessinnen auch sind. Ich will auch mit den Vorurteilen gegenüber dem Karpfen aufräumen. Er ist weder fett noch erdig“, so Nosko. – Damit sie auch alle Fragen rund um den Karpfen beantworten kann, belegt sie diese Woche einen Karpfenkurs an der Fachschule Edelhof: „Ich weiß schon viel, aber eine Weiterbildung kann nie schaden.“ Auch mit zahlreichen köstlichen Karpfenrezepten kann die Karpfenkönigin aufwarten.

Dass Luna Nosko gut mit Menschen umgehen kann, das hat sie in ihrer langjährigen Tätigkeit als Rezeptionistin in Wien und im Hotel Sole-Felsen-Bad bewiesen. Erst im vorigen Oktober begann sie mit ihrem Studium.

Seither wohnt sie mit Freund, Katze und Pferd in Eibesthal im Bezirk Mistelbach. „Dem Waldviertel und dem Karpfen bleibe ich aber immer treu“, stellt Nosko klar.