83-Jähriger überteuerte Bettwäsche angedreht. „Aus Not und Hunger“, begründete 70-Jährige Betrug an betagter Pertholzerin. Sie wurde zu vier Monaten bedingt verurteilt.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 13. Januar 2020 (11:18)
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Bettwäsche im Wert von 30 Euro verkaufte eine Sigmundsherbergerin an der Haustür einer betagten Frau aus der Marktgemeinde Bad Großpertholz um stattliche 130 Euro. Nicht nur überteuert, das übergebene Warnpaket enthielt auch nur eine, statt der versprochenen zwei Bett-Garnituren.

Einmal erfolgreich, machte sich die Rentnerin ein zweites Mal auf den Weg, der 83-Jährigen überteuerte Ware aufzuschwatzen. Vor der Haustür des Opfers lief sie einem aufmerksamen Anrainer in die Arme, der sie mit seinen Fragen verunsicherte und letztlich in die Flucht schlug. Das auffällige Verhalten machte den Anrainer misstrauisch und er fragte bei der betagten Nachbarin nach und erfuhr von deren Wäsche-Käufen. Alarmiert meldete er den Vorfall der Polizei. Da er sich auch das Kennzeichen der „seltsamen“ Frau gemerkt hatte, war die Wäsche-Verkäuferin alsbald ausgeforscht.

„Ich habe nur eine kleine Rente. Aus Not und Hunger habe ich das gemacht“, beteuerte die 70-Jährige und gab dem Opfer das ergaunerte Geld zurück. Sie wurde wegen Betruges zu vier Monaten bedingt verurteilt.