Bad Großpertholz

Erstellt am 12. Januar 2019, 04:56

von Anna Hohenbichler

Reaktion: Dienst als Militärmusikerin. Spannender Nachtrag zu Text über Militärmusik NÖ: Sandra Kapeller steht in Militärmusik OÖ ihre Frau.

Sandra Kapeller hat im August 2018 bei der Militärmusik Oberösterreich als „Person im Ausbildungsdienst“ angedockt.  |  privat

Der vorwöchige Beitrag über die hohe Anzahl an Musikern aus dem Gmünder Bezirk bei der Militärmusik NÖ brachte einen weiteren spannenden Umstand an die Öffentlichkeit: Mit Sandra Kapeller hat der Bezirk Gmünd auch eine weibliche Vertretung in der Militärmusik – wenn auch in jener des Bundeslandes Oberösterreich.

Seit August 2018 ist Sandra Kapeller aus Bad Großpertholz als „Person im Ausbildungsdienst“ in Linz eingesetzt, als solche hat sie eine Dienstdauer von zwölf Monaten. Warum hat sie sich nach ihrer Ausbildung zur Kindergartenpädagogin an der BAKIP Linz für den Dienst beim Bundesheer entschieden?

„Warum sind fast nur Männer dabei?“

Genauso wie ihre Kollegen bei der Militärmusik NÖ empfinde auch sie den Dienst als einmalige Chance der musikalischen Weiterbildung, betont Kapeller im NÖN-Gespräch: „Ich habe mich oft gefragt, warum es nicht mehr Frauen beim Bundesheer gibt und warum fast nur Männer dabei sind.“

Da sie sich schon immer für Musik interessiert habe und seit etwa zehn Jahren Querflöte spielt, seit 2011 bei der Trachtenkapelle Bad Großpertholz, biete die Militärmusik eine besondere Gelegenheit. Doch wie kann man als Frau Mitglied werden? Auch für Frauen gilt, dass ein Vorspieltermin vereinbart werden muss. Darüber hinaus muss eine medizinische Eignungsüberprüfung absolviert werden. „Ich musste das Musterungsverfahren genauso durchlaufen wie die Burschen“, zeigt Kapeller auf.

Für ihre Zeit nach der Militärmusik hat Kapeller schon genaue Pläne – jedenfalls in musikalischer Hinsicht. Sie sieht vor allem das goldene Leistungsabzeichen und die Anwendung der erworbenen Kenntnisse im Stabführen und Dirigieren als oberste Ziele. Beruflich dürfte es sie in die Elementarpädagogik ziehen.