Schutzprojekt im Naturpark Nordwald: Lichtblick für Arnika

Erstellt am 11. Juni 2022 | 05:24
Lesezeit: 2 Min
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Die Arnika soll vermehrt blühen. Im Naturpark Nordwald gibt es Samen dieser wertvollen Pflanze.
Foto: Axel Schmidt
Erste Erfolge bei Förderung der Heilpflanze. Pläne für aktive Mithilfe Interessierter.
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Erfreuliche Neuigkeiten von einem Schutzprojekt, das ins zweite Jahr geht: Die Arnika-Keimlinge auf den Aussaatflächen im Naturpark Nordwald haben den ersten Winter überstanden.

Der Naturpark Nordwald in Bad Großpertholz widmet sich im Rahmen eines dreijährigen Projekts der Förderung der im Waldviertel selten gewordenen Heilpflanze. Hauptaugenmerk sind Sicherung und Optimierung bestehender Standorte sowie die Wiederansiedelung von Arnika durch das Ausbringen von lokal gewonnenem Samen auf geeigneten Wiesen im Naturpark. So wurden im vorigen Herbst vom Ingenieurbüro für Biologie und Ökologie von Axel Schmidt in Kooperation mit der Biobaumschule Artner aus Reichenau mehrere Flächen bestmöglich vorbereitet, um die selbstständige Keimung von im Herbst ausgebrachten Samen zu ermöglichen. „Bereits wenige Wochen später haben sich erste Keimlinge gezeigt, die den Winter gut überstanden haben“, freut sich Axel Schmidt.

Naturpark-Gäste sollen von Wildsammlungen absehen

Das sei ein kleiner Lichtblick für die Arnika und ihr Fortbestehen im Waldviertel. „Dennoch sind weitere Schritte zur Rettung der Art und von nährstoffarmen, ein- bis zwei Mal gemähten Wiesen wichtig. Durch Öffentlichkeitsarbeit im Naturpark sollen die Menschen dazu animiert werden, der Arnika aktiv zu helfen“, sagt der Biologe. So planen die Verantwortlichen, Arnikasamen inklusive Anbauhinweisen und Pflegeanweisungen für Arnikawiesen an Besucher abzugeben. Interessierte, die zum Arnika-Schutz beitragen wollen, können sich auch vorab an den Naturpark wenden. Weiters appelliert man, von Wildsammlungen der Arnika abzusehen.

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