Teams formieren sich: Weichenstellung vor der Wahl. VP Bad Großpertholz wählte Obmann und Spitzenkandidaten. „Pertholz Aktiv“ segnete elfköpfige Liste ab.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 14. Dezember 2019 (04:19)
VP Bad Großpertholz; Team der Liste „Freiheitliche und Unabhängige Pertholz Aktiv“
Volkspartei NÖ; privat

News im Doppelpack aus der Marktgemeinde Bad Großpertholz: In der Volkspartei wurden um den neuen Obmann Johannes Gattringer der Vorstand neu gebildet und Martina Sitz/Rudolf Stöger als Führungsduo für die Gemeinderatswahl am 26. Jänner festgelegt; zugleich fixierte die Liste „Freiheitliche und Unabhängige Pertholz Aktiv“ ein elfköpfiges Kandidatenteam um Gemeinderat Hermann Hahn jun.

Neue VP-Führung.

Beim ordentlichen Gemeindeparteitag der VP Bad Großpertholz ging es zunächst um die seit dem Rücktritt von Harald Vogler vakante Führungsposition – Johannes Gattringer wurde einstimmig zum Gemeindeparteiobmann gewählt. Landtags-Abgeordnete Margit Göll wünschte dem neuen Team alles Gute und dankte den ausgeschiedenen Funktionären im Zuge von Ehrungen.

Geehrte und neue Spitze der VP Bad Großpertholz mit Landtagsabgeordneter Margit Göll (v.l.): Obmann-Stellvertreter Herbert Berger, Vizebürgermeister Rudolf Stöger, Ewald Wiesmüller, Franz Laister, Wolfgang Mörzinger, Erika Aigner, Margit Göll, Peter Kitzler, Friedrich Schwinghammer, Reinhold Koblinger, Altbürgermeister Klaus Tannhäuser, geschäftsführernder Obmann Edmund Kitzler, Bürgermeisterin Martina Sitz und der neue Gemeindepartei-Obmann Johannes Gattringer.
Volkspartei NÖ

Gattringer dankte für das Vertrauen, krempelte gleich die Ärmel für die nahenden Gemeinderatswahlen hoch: „Es ist eine verantwortungsvolle Aufgabe für die nächsten fünf Jahre, wir setzen auf Stabilität und die gute Arbeit, die die Volkspartei in den letzten Jahren in Bad Großpertholz geleistet hat.“

Man wolle sich mit einem jungen Team weiter in die Zukunft entwickeln, für die Gemeinde wichtige Projekte starten, sagte Edmund Kitzler: „Ich freue mich, mit dem neuen Gemeindeparteiobmann Johannes Gattringer und seinem neuen Team Menschen gefunden zu haben, die für die Gemeinde arbeiten wollen und aktiv an der Umsetzungen und der Gestaltung des Lebens in der Gemeinde interessiert sind.“

Sitz/Stöger als Spitzenduo.

Die nach dem Rücktritt von Klaus Tannhäuser im Juli 2019 zur Bürgermeisterin gekürte Rindlbergerin Martina Sitz und ihr neuer Vizebürgermeister Rudolf Stöger hätten, so Neo-Obmann Gattringer, „in der kurzen Zeit bereits bewiesen, dass sie viel für die Gemeinde umsetzen.“

Sitz selbst betont, „trotz turbulenter Zeiten in der Gemeinde und in der Gemeindepartei“ sehr viele Projekte auf Schiene gebracht zu haben. In der kurzen Amtszeit sei bereits viel geschehen, etwa die Sanierung der Ortsdurchfahrt Karlstift. Für 2020 seien die Sanierung des Spielplatzes und eine Neuaufstellung der Kleinkinderbetreuung in der Gemeinde geplant, blickt sie nach vor.

„Pertholz Aktiv“: Großteils Parteilose.

Die Liste „Freiheitliche und Unabhängige Pertholz Aktiv“ bleibt indes als Bündnis aus großteils Parteilosen: Spitzenkandidat Hermann Hahn jun. ist wie acht weitere der elf Kandidaten ohne Parteizugehörigkeit.

Das Team der Liste „Freiheitliche und Unabhängige Pertholz Aktiv“ (v.l.): Harald Kitzler (Großpertholz, parteilos), Karl Gattringer (Scheiben, parteilos), Christoph Forstner (Großpertholz, FPÖ), Spitzenkandidat Hermann Hahn jun. (Weikertschlag, parteilos), Wilhelm Marek (Großpertholz, parteilos), Emmerich Gattringer (Reichenau, FPÖ), Michael Moser (Reichenau, parteilos), Christian Gattringer (Scheiben, parteilos), Heinrich Kleinrath (Großpertholz, parteilos), Gerhard Prinz (Angelbach, parteilos) und Hermann Hahn sen. (Weikertschlag, parteilos). 
privat

Die Nähe zur FPÖ ergibt sich neben der Teilnahme zweier Parteimitglieder aus der Zuordnung zum freiheitlichen Gemeindevertreterverband (GVV), der laut Hahn wie die Bezirkspartei die Liste stark unterstützt: „Insbesondere die rechtliche Unterstützung durch den freiheitlichen GVV ist für uns – angesichts der offenkundigen Klagsfreudigkeit gewisser führender Akteure in unserer Gemeindepolitik – von enormer Bedeutung und hat in der Vergangenheit immer tadellos funktioniert.“

Hahn tritt als „Bürgermeisterkandidat“ an.

Die Vergabe von Mandaten soll durch einen internen Berechnungs-Schlüssel an den Zahlen der persönlichen Vorzugsstimmen orientiert sein. Als „Bürgermeisterkandidat“ will dabei der in den vergangenen Jahren sehr aktive Oppositions-Politiker Hermann Hahn jun. ins Rennen gehen. Man wolle einen konstruktiven und verantwortungsvollen Beitrag für die Gemeinde leisten, betont der FH-Technikum- und BOKU-Absolvent, der seit 2015 Betreiber der „Bier-Kanzlei“ an der B41 und selbstständig als Software-Entwickler in der Abfallwirtschaft ist.

Man wolle dennoch „weiterhin entschlossen und konsequent gegen allseits bekannte Fehlentwicklungen und Missstände in unserer Gemeinde vorgehen und auch durchaus seitens der bisherigen Mehrheitsfraktion gefällte Entscheidungen wieder rückgängig machen.“