Litschauer Friedhof: Neue Halle fix. Planungsarbeiten für den Neubau von Leichenhalle und Urnenhain in Litschau vergeben.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 22. Januar 2021 (05:00)
Vizebürgermeister Johannes Heißenberger (links) und Baustadtrat Matthias Eschelmüller zeigen, wo das Friedhofsareal noch heuer um Leichenhalle, Denkmal und Urnenhain erweitert werden soll.
Christian Freitag

Schon unter dem 2014 verstorbenen Bürgermeister Otto Huslich waren Pläne für die Zukunft der alten Litschauer Leichenhalle gewälzt worden, 2019 erklärte Nachfolger Rainer Hirschmann die Planungen für ein Projekt im Verbund mit Fragen zu Kriegerdenkmal, Müllsammelstelle, Bauhof- und Feuerwehrhaus-Neubauten zum Prioritätsthema. Nun gibt es politischen Konsens über den ersten Schritt, der Baustart dazu soll noch heuer erfolgen.

Gesamtkonzept mit Leichenhalle, Denkmal und Urnenhain

Einstimmig wurde im Gemeinderat entschieden, als Verlängerung des Friedhofs den Neubau einer barrierefreien Leichenhalle inklusive Verabschiedungsraum, öffentlichen Toiletten und einem Raum für den Bestatter umzusetzen. Im gleichen Atemzug soll auch der Bereich zwischen Friedhof und Leichenhalle gemäß einem würdevollen Raumkonzept von Baumeister Daniel Polt aus Vitis gestaltet werden, hierher sind die Versetzung des Denkmals und auch die Errichtung eines seit Jahren nachgefragten Urnenhains geplant. Kommen sollen auch eine Photovoltaik-Anlage und eine Stromtankstelle.

Polt wurde mit der Einreichplanung bis hin zur konkreten Baubeschreibung zur Einholung von Kostenvoranschlägen der Gewerke, Angebotsprüfung & Vergabeempfehlung beauftragt (7.140 Euro inklusive Steuer).

Ziel: Kleinstmögliche Auswirkung auf Friedhofsgebühren

„Ziel muss es sein, die Errichtungskosten so niedrig wie möglich zu halten“, gibt Bürgermeister Rainer Hirschmann (ÖVP) jedenfalls die Marschroute vor. Er sieht die Obergrenze bei etwa 500.000 Euro brutto, pocht aber auf das maximale Ausschöpfen aller Förderoptionen.

Weil: Was der Gemeinde an Kosten bleibt, das muss gesetzlich über Friedhofsgebühren durch die Bevölkerung refinanziert werden. In der Planung im Niedrigenergie-Bereich soll der „klimaaktiv-Silber-Standard“ erreicht werden, den Stadtamtsdirektor Jürgen Uitz bereits bei seinem privaten Wohnbau realisieren konnte. Der würde, wie Uitz sagt, die Tür zu Geldern aus dem kommunalen Investitionsprogramm 2020 (KIP) öffnen – der Bund will damit angesichts der Coronakrise Infrastruktur-Projekte der Kommunen ankurbeln. Etwa 200.000 Euro könnte die Stadt alleine aus diesem Topf abschöpfen, zusätzlich sollen sich die Planungen an verschiedenen Förderprogrammen des Landes NÖ orientieren.

Definitive Entscheidungen im März

Der Gemeinderat soll noch im März über den finalen Einreichplan befinden und sich auch schon mit den Vergaben befassen. Der Startschuss zu den Bauarbeiten wird auf jeden Fall noch für dieses Jahr anvisiert.