Waldenstein schafft Platz für Siedler. Gemeinderat gab Okay für etwa 25 Bauplätze. Weitere Feuerwehrhäuser bekommen Photovoltaik-Anlagen.

Von Anna Hohenbichler. Erstellt am 11. April 2021 (05:26)
Waldenstein darf weiter wachsen: Insgesamt 25 Bauplätze sollen auf zwei separaten Flächen entstehen. 
Anna Hohenbichler

Nicht nur in Kirchberg, sondern auch in der Nachbargemeinde Waldenstein darf bald kräftig gebaut werden: Zur Schaffung von neuem Bauland werden dort rund drei Hektar Grund angekauft, der Gemeinderat sprach sich einstimmig dafür aus. Geplant sind etwa 25 Bauplätze: Der größere Teil grenzt ans Siedlungsgebiet in Richtung Groß-Neusiedl, der andere Teil soll weiter hinten auf aktuell unbebauten Flächen in Richtung Feuerwehr erschlossen werden.

Kann heuer noch gebaut werden? Wenn möglich, sollen die nötige Infrastruktur im Herbst geschaffen und einige Bauplätze noch heuer für Interessenten zur Verfügung stehen, erklärt Bürgermeister Alois Strondl (ÖVP). Die Nachfrage nach Bauland sei besonders in Albrechts und Waldenstein hoch – die Nähe zur Bezirkshauptstadt wohl ein wichtiges Kriterium. Deshalb sind auch in Albrechts schrittweise weitere Erschließungen geplant.
Leerstehende Häuser in den Ortsmitten seien in der Gemeinde kaum ein Problem, sagt er: „Wenn sich jemand zum Renovieren eines alten Hauses im Ortskern entschließt, unterstützen wir das.“ Neben der Schaffung von neuem Bauland sei nämlich auch das Verhindern von Leerständen wichtig.

Auf Sonnenenergie setzen. Was nicht nur Häuslbauer, sondern auch bestehende Hausbesitzer betreffen könnte, ist der Beschluss einer Gemeindeförderung für die Errichtung von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern: Künftig soll es dafür 250 Euro geben.

Im Vorjahr hat Albrechts wie berichtet den Anfang gemacht, nun sollen auch auf den Dächern der Feuerwehrhäuser in Waldenstein, Groß-Neusiedl und Grünbach jeweils eine Photovoltaikanlage mit einem Batteriespeicher mit einer Spitzenleistung von etwa 55 kWp installiert werden. Die Aufträge mit einem Gesamtvolumen von 92.000 Euro netto wurden an das Lagerhaus Zwettl vergeben. Im Falle eines Blackouts sollen die Feuerwehrhäuser als Stromlieferanten dienen.

Renovierung, Rechnungsabschluss – und Uneinigkeit. Die Arbeiten für die Erneuerung elektrischer Anlagen im Sport- und Kulturzentrum über 19.000 Euro gehen ans Lagerhaus Gmünd.

Auch der Rechnungsabschluss vom Vorjahr passierte einstimmig den Gemeinderat und brachte ein positives Ergebnis mit einem Haushaltspotenzial von 310.000 Euro. Der Schuldenstand wurde um 240.000 Euro auf 2,4 Mio. Euro verringert.

Ganz so einig waren sich die Mandatare nicht bei allen Punkten der Tagesordnung: Christian Oberlechner (Grüne) stimmte der Eröffnungsbilanz nicht zu. Ihn stören die „zweckgebundenen Haushaltsrücklagen ohne Zahlungsmittelreserve“, die Gemeinde sei eine der wenigen, die positiv bilanziert und habe so etwas nicht nötig. „Das sehe ich auch so“, sagt Bürgermeister Strondl. Aber: Es könne der Fall eintreten, dass die Gemeinde einmal nicht positiv bilanziert – und dann könne sie notfalls auf diese Substanzen zurückgreifen.