Arbeiten in Litschau schreiten voran. Litschauer Bahnhofstraße steht Sperre bevor, auch Stadtplatz kommt noch dran. Neue Lichtanlagen für Waldviertelbahn.

Von Anna Hohenbichler. Erstellt am 21. Juni 2021 (04:33)

Baustellengitter und aufgegrabene Straßenabschnitte gehören seit drei Monaten zum Ortsbild der Schrammelstadt: Wie berichtet hat die EVN Wasser GmbH eine 1,2 Millionen Euro schwere Sanierung weiter Teile des Wassernetzes gestartet, die Gemeinde verlegt im Zuge dessen gleich Glasfaser-Infrastruktur. Wie weit die Bauarbeiten schon vorangeschritten sind – und was noch bevorsteht.

Bahnhofstraße im Sommer gesperrt. Die Straßen am Litschauer Stadtplatz sind vereinzelt bereits neu asphaltiert, an einigen Ecken sind Straße, Gehsteige oder Parkflächen offen. Die größte Baustelle ist aktuell allerdings die Bahnhofstraße.

Die dortigen Sanierungsarbeiten vom Stadtplatz bis zur Kreuzung mit der Gmünder Straße obliegen dem NÖ Straßendienst, Nebenanlagen und Glasfaser-Infrastruktur sind aber auch hier Aufgaben der Gemeinde. Michael Albrecht, am Stadtamt für den Straßenbau zuständig, spricht von einer Straßensperre von 5. Juli bis längstens 20. August. Lkw werden dann über die Industriestraße, Pkw hingegen über die Gmünder Straße umgeleitet.

Die Bahnhofstraße habe momentan Priorität, danach soll es am Stadtplatz weitergehen, erklärt er. Etwa ein Drittel der für heuer geplanten Straßenarbeiten in der Stadt sei schon erledigt. Materialengpässe – das Thema beschäftigt gerade viele Baustellen im öffentlichen und privaten Bereich – habe es bisher in überschaubarem Maße gegeben, erklärt Albrecht. Das Auftreiben von Randsteinen sei dann aber doch nicht ganz einfach gewesen.

Arbeiten rund um den Bahnhof. Den Platz vor dem „Kulturbahnhof“ will die Stadtgemeinde wie berichtet erneuern und für Veranstaltungen attraktivieren. Hinter dem Bahnhofsgebäude sind die Arbeiten der Növog, die im Dezember angelaufen sind, bereits abgeschlossen.

Durch den Verkauf des hinteren Bahnhofareals an das Lagerhaus vor einigen Jahren, mussten Gleise entfernt werden, die Grundgrenze hatte sich verschoben. Auch am verbliebenen Bahnhofsareal wurden – wie Waldviertelbahn-Dienststellenleiter Herbert Frantes im NÖN-Gespräch erklärt – nicht mehr benötigte Gleisanlagen abgetragen und die für den Betrieb nötigen Gleise erneuert. Er spricht von über 200.000 Euro, die investiert wurden.

Weitere Lichtanlagen für die Waldviertelbahn. Ganz abgeschlossen sind die Bauarbeiten entlang der Schmalspurbahn damit nicht: In Gopprechts entsteht an der Kreuzung mit der L62 gerade eine Rotlichtanlage. Schon im Vorjahr wurden mehrere Bahnübergänge der Waldviertelbahn sowohl auf dem Nord- als auch am Südast aus Gründen der Sicherheit mit Lichtanlagen ausgestattet. In den kommenden zwei Jahren sollen insgesamt sieben weitere folgen, sagt Frantes: „Und jetzt hoffen wir, dass auch für uns die Saison richtig losgeht. Wir merken jedenfalls, dass sich einiges bewegt!“