Gmünd

Erstellt am 09. November 2018, 15:14

von Karin Pollak und Markus Lohninger

Unfall mit Wolf? Keine Bestätigung bei DNA-Analyse. Mit welchem Tier auch immer ein junger Mann aus dem Bezirk Zwettl in der Nacht auf 15. Oktober auf der L62 zwischen Gmünd und Breitensee kollidiert war – es wird ein Geheimnis bleiben.

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Die DNA-Analyse leichter Kontaktspuren an seinem Fahrzeug brachte nämlich laut Wolfsbeauftragtem Georg Rauer wie befürchtet kein Ergebnis.

Eine Tageszeitung war wie berichtet mit der Schlagzeile „Unfall mit einem Wolfsrudel im Waldviertel“ vorgeprescht und hatte sich im Bericht auch auf angeblich sichergestellte Spuren wie Fellhaare berufen. Rauer und auch die Polizei hatten diese Angaben via NÖN klar dementiert.

Die Polizei hatte das umliegende Gebiet nach dem Vorfall, bei dem der Lenker ein Rudel Wölfe gesehen und erkannt haben will, abgesucht und mehrere Tiere erspäht – diese aber aufgrund der Entfernung und Sichtverhältnisse nicht eindeutig zuordnen können. Später hatten wie berichtet auch Jäger das Gebiet weitläufig durchkämmt, aber ebenfalls keinerlei Spuren festmachen können.

Dass der Wolf an sich vor den Toren der Waldviertler Bezirkshauptstadt steht, ist jedoch laut Georg Rauer Fakt: In der südböhmischen Gemeinde Rapšach (Rottenschachen), direkt angrenzend an Gmünds nördliche Nachbargemeinde Brand-Nagelberg, ist mittlerweile ein Wolfs-Rudel dokumentiert. Der Unfallort liegt nur wenige Kilometer von Neu-Nagelberg entfernt.