Ärger über Transport: Keine Plätze im Bus?. Schülerinnen beklagen, dass Bus von Gmünd nach Freistadt regelmäßig – mit bis 100 Schülern – überfüllt sei.

Von Thomas Weikertschläger und Chiara Gattringer. Erstellt am 20. September 2017 (04:17)
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Dieses von den Schülerinnen übermittelte Foto soll die beengte Situation im Schulbus von Gmünd nach Freistadt dokumentieren.

Dass der Weg in die Schule nicht unbedingt der angenehmste ist, ist bekannt. Für Schüler, die mit dem Bus von Gmünd nach Freistadt unterwegs sind, wurde er in den vergangenen Wochen aber zur Qual. Einige Schülerinnen aus Gmünd beklagten sich bei der NÖN, dass der Bus, der um 6.24 in Gmünd abfährt und um 7.36 in Freistadt ankommt, regelmäßig stark überfüllt sei.

„Spätestens ab Bad Großpertholz, eine der früheren Stationen, müssen einige Schüler stehen. Doch damit nicht genug, rund 50 Schüler stehen im Bus, dadurch kommt man auf eine Zahl von über 100 Personen, die sich im Bus befinden“, heißt es. Da laut Aussage der Schülerinnen ab Bad Großpertholz bereits an die zehn Schüler stehen müssen und in Karlstift 14 weitere zusteigen, fordern sie einen zweiten Bus ab Weitra.

Zu Mittag wiederhole sich das Spektakel. „Um 14 Uhr fährt der Bus in Freistadt weg. Auch hier muss geschaut werden, dass alle Schüler gerade so in den Bus passen“, so eine der jungen Damen. Bewegen sei unmöglich, da alle eng aneinander gereiht stehen müssten, um alle in den Bus zu bekommen.

VOR kündigt nach NÖN-Anfrage Lösung an

Beim Verkehrsverbund Ostregion (VOR) sei man sich der Situation bewusst, eine Lösung des Problems stehe kurz bevor, wie Pressersprecher Georg Huemer auf NÖN-Anfrage mitteilt.

Seit dieser Woche werde ein zusätzlicher Bus ab Sandl eingesetzt. Damit werde die Stehzeit für die meisten betroffenen Schüler massiv verkürzt bzw. jene Fahrgäste, die erst kurz vor Freistadt einsteigen, haben genügend Sitzplätze zur Verfügung. Ab 2. Oktober soll ab Gmünd – also für die gesamte Strecke – ein Doppeldeckerbus eingesetzt werden, der allein 75 Sitzplätze bietet.

„Nach Rücksprache mit dem Busbetreiber sollte das ausreichen. Die genannten 100 Fahrgäste scheinen mir doch etwas gar hoch gegriffen“, so Huemer, der die betroffenen Schüler bzw. deren Eltern um Verständnis bittet: „Gerade in den ersten Schulwochen ergeben sich manchmal unerwartete Engpässe, weil die Schülerströme nicht immer genau prognostizierbar sind.“