Aufruf: „Ostern ohne Partys“. Behörde wegen Inzidenz über 400 in sieben Gemeinden besorgt: Verschärfte Kontrollen und erstes Verfahren gegen Gastwirt.

Von Karin Pollak. Erstellt am 01. April 2021 (05:50)
Bezirkshauptmann Stefan Grusch.
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„Besorgniserregend“ nennt Bezirkshauptmann Stefan Grusch die aktuellen Coronazahlen in Gmünd. „Alleine am 29. März haben wir 19 neue positive Fälle dazubekommen. Wir liegen jetzt bei 178 Erkrankten und 400 Personen in Quarantäne. In sieben der 21 Gemeinden stieg die Sieben-Tage-Inzidenz bereits auf über 400. Da muss sich drastisch etwas ändern“, meint Stefan Grusch.

Und diese drastischen Änderungen sind einfach definiert: „Die Polizei ist beauftragt, vor allem in den sieben Gemeinden verstärkt zu kontrollieren und illegale Garagenpartys, Feiern in Vereinslokalen oder Treffen bei den Wirten über die Hintertür aufzulösen und zur Anzeige zu bringen“, betont Grusch. Gastwirte, die sich nicht an die vorgeschriebenen Maßnahmen halten, könnte sogar der Entzug der Gewerbeberechtigung blühen: „Ein derartiges Verfahren habe ich bereits eingeleitet.“

Seit Wochen appelliere er an die Bevölkerung, sich konsequent an die Maßnahmen zu halten, jetzt werde gestraft, denn: „Laut AGES-Dashboard vom 29. März liegen wir bei einer 7-Tages-Inzidenz von 320. Bis zur 400er-Marke fehlt also nicht mehr viel.“

Dass man Corona nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte, davon ist der Bezirkshauptmann überzeugt, es betreffe immer mehr junge und gesunde Personen. „Amtsarzt Georg Vitovec hat von einem 47-Jährigen aus dem Bezirk Gmünd erzählt, den Corona sehr schwer getroffen hat. Der sehr sportliche Mann ohne Vorerkrankungen war 2,5 Wochen im Krankenhaus, hat 15 Kilo abgenommen und kann derzeit keine einzige Stufe steigen.“

Das seien Fakten, genauso diese: „Die Kontrollen an den Grenzen werden weitergeführt. Dazu habe ich noch am Montag die Soldaten an den Grenzen besucht und angewiesen, ganz genau auf die geforderten PCR- oder Antigentests bei den Einreisenden zu achten.“ Ab April werden diese Maßnahmen nochmals verschärft. Pendler müssen dann zwei Mal in der Woche derartige Tests – negative natürlich – vorlegen, die nicht älter als 72 Stunden sein dürfen. Grusch: „Ich wünsche allen besinnliche Ostern ohne Partys.“