Bauer lässt für Kalender die Hüllen fallen. Matthias Ölzant posiert am Jungbauern-Kalender 2020 für Monat Mai. Was ihm an der Landwirtschaft taugt, warum er sich beworben hat – und was die Freundin dazu sagt.

Von Anna Hohenbichler. Erstellt am 09. Oktober 2019 (05:49)
Jungbauernkalender / Die Abbilderei
Matthias Ölzant aus der Gemeinde

Zwölf fesche Junglandwirte aus ganz Österreich auf einem Kalender – und einer von ihnen kommt aus dem Bezirk Gmünd: Matthias Ölzant aus Thaures (Gemeinde Heidenreichstein) setzte sich gegen insgesamt 1.500 Bewerber durch und durfte für den Jungbauern-Kalender 2020 posieren. Am 3. Oktober fand die Kalenderpräsentation in Wien statt.

Warum er sich beworben hatte? „Den Kalender kennt man einfach und es war mein Ziel, einmal selbst darauf zu sehen zu sein“, sagt der 21-Jährige zur NÖN. Voraussetzung für die Bewerbung ist ein persönlicher Bezug zur Landwirtschaft. Das Kalendershooting sei auch die größte Motivation zum Trainieren gewesen. Es hat sich ausgezahlt: Bald nach seiner Bewerbung wurde Matthias Ölzant zum Casting eingeladen. „Es gab ein Gespräch und ein Probeshooting, in der Jury saßen Fotografen und ein Team vom Jungbauernkalender“, erinnert er sich zurück. Im Sommer folgte dann das Kalendershooting in Graz. Weil es die 20-Jahr-Edition des Jungbauernkalenders ist, gab es im Vorhinein eine Abstimmung über die besten Motive der vergangenen Jahre. 

Für den Kalender 2020 wurden sie nachinszeniert, die Motive den Jungbauern zugeteilt, aber „es wurde schon auf den jeweiligen Bezug zur Landwirtschaft geachtet“, so Ölzant. Länger als erwartet habe das Shooting gedauert, Hemmungen habe er keine gehabt: „Es war recht angenehm.“ Wie seine Freundin dazu steht? „Sie hat sich gefreut und mich dabei voll unterstützt“, erzählt Matthias Ölzant. 

Die Landwirtschaft spielt seit der Kindheit eine große Rolle in seinem Leben, wuchs er doch auf einem Hof auf. Der landwirtschaftliche Betrieb der Eltern widmet sich der biologischen Ferkelzucht. Ob er diese eines Tages übernehmen wird? „Mein Bruder und ich helfen beide sehr gerne mit. Deshalb wissen wir nicht, wer von uns den Betrieb übernehmen wird.“

Vorerst gehen beide anderen Berufen nach, um Erfahrungen zu sammeln: Matthias Ölzant arbeitet als Pflanzenbau- und Kulturberater im Bio-Arzneibereich bei Waldland.

„Herausforderungen gibt es immer wieder“

Wenn er darüber spricht, welche Bedeutung die Landwirtschaft für ihn hat, wird die Faszination für diesen Bereich schnell klar: „Man ist viel draußen in der Natur unterwegs und es ist nie monoton.“ Außerdem gefalle ihm die Arbeit mit den Tieren.

Angesprochen auf aktuelle Herausforderungen in der Landwirtschaft wie die Dürre, sagt Ölzant: „Herausforderungen gibt es immer wieder. Man muss Lösungen suchen, darf sich aber nicht fürchten.“

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