Energiegemeinschaften: So wird Strom gemeinsam nutzbar gemacht

Erstellt am 18. August 2022 | 04:06
Lesezeit: 2 Min
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Martin Bruckner: Projekt im Kleinen brachte viele Lehren.
Foto: Archiv
Vielerorts entstehen Energiegemeinschaften. Aber: Bis der Strom untereinander fließt, dauert es, auch im Bezirk Gmünd.
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Eine Gruppe rund um NBG-Chef Karl Bauer hat die Idee aufgegriffen, Gea/Waldviertler rund um Heini Staudinger und Paul Tritscher genauso: Sonnenstrom, der über Photovoltaik-Anlagen am Betriebsgelände „geerntet“ wird, soll nicht nur im eigenen Unternehmen verwendet werden können. Also: Eine Energiegemeinschaft muss her.

Im Gmünder Bezirk haben zuletzt auch mehrere Gemeinden Energiegemeinschaften gegründet – zuletzt etwa Hirschbach und Kirchberg, auch die Kleinregion Waldviertel Nord rund um die Städte Litschau und Heidenreichstein schmiedet Pläne in diese Richtung. Bis innerhalb einer Energiegemeinschaft tatsächlich Strom fließen kann, dauert es aber.

Das zeigt das Beispiel der Kleinregion Lainsitztal

Im Gmünder Bezirk mitunter am weitesten am Weg zur Energiegemeinschaft ist die Kleinregion Lainsitztal und speziell die Gemeinde Großschönau, wo das Thema auch ein Schwerpunkt der BIOEM war. „Wir haben zuerst einen kleinen Versuch mit nur einem Erzeuger und drei Verbrauchern begonnen, um zu lernen, wie es funktioniert. Daraus haben wir einige Lehren gezogen“, sagt Bürgermeister Martin Bruckner.

Im nächsten Schritt soll das System auf die Gemeinde Großschönau mit, wie Bruckner sagt, 30 Zählpunkten an Gemeinde-Gebäuden ausgerollt werden: „Die Vorbereitungsarbeiten sind weitgehend abgeschlossen. Ich gehe davon aus, dass wir im September oder Oktober real starten können.“ Erst da sei bundesweit mit den entsprechenden technischen Möglichkeiten zu rechnen.

Mindestens 100 Energiegemeinschaften fürs Waldviertel

Ist mit der Großschönauer Gemeinschaft ein weiterer Schritt erledigt, sollen die anderen Lainsitztal-Gemeinden folgen, erklärt Bruckner: „Und erst danach kommen Bürger mit privaten Haushalten dazu.“ Ziel seien mindestens 100 Energiegemeinschaften im Waldviertel.

Wegen des hohen Verwaltungsaufwandes wird es weiterhin Unterstützung von Gemeinden oder Kleinregionen brauchen: Der Verwaltungsaufwand sei für eine Gründung allein unter Privaten recht hoch.

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