Falsche Rechtsanwältin wollte "Schulden" eintreiben. Anfang Oktober erhielt der Waldviertler Franz S. zwei Anrufe, bei denen Frauen ihm Geld herauslocken wollten. Er informierte die Exekutive. Die Polizei Gmünd warnte in diesem Zusammenhang am Donnerstag vor derartigen Betrugsmaschen.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 04. Oktober 2018 (19:13)
APA (dpa)
Der Trickbetrüger scheiterte kläglich

Am Montag (1. Oktober) war Franz S. gegen 17.00 Uhr auf seinem Festnetz-Telefon von einer ihm unbekannten Frau angerufen worden; diese hatte ihm mitgeteilt, dass er angeblich 7.000 Euro Schulden von einem Euromillionen Gewinnspiel habe. Die Anruferin bot laut einer Aussendung der Polizei jedoch an, die Summe gleich zu bezahlen, dann gehe die Angelegenheit nicht vor Gericht. Franz S. beendete das Gespräch unter dem Vorwand, dass er das vorher mit seiner Gattin besprechen müsse.

Am Donnerstag (4. Oktober) gegen 14.45 Uhr rief die gleiche Dame laut Polizei wieder bei Franz S. an. Im Zuge des Gespräches übergab die Anruferin ihr Telefon an eine weitere Frau, angeblich eine Rechtsanwältin. Diese erklärte dem Mann,  dass die Angelegenheit sicher 9.000 Euro kosten würde, wenn das Gericht die Angelegenheit behandle; anschließend versuchte sie Franz S. dazu zu bewegen, zur Trafik zu fahren und Bitcoins im Wert von 600 Euro zu besorgen. Da der Waldviertler jedoch nicht zustimmte, sagte die Dame, dass sie sich in den nächsten Tagen wieder melden werde.

Franz S. erstattete daraufhin Anzeige wegen versuchtem Betrug, da er seit Jahren an keinen Gewinnspielen teilgenommen habe.

Das Bezirkspolizeikommando Gmünd warnte am Donnerstag in diesem Zusammenhang "eindringlich, persönliche Daten weiterzugeben und keinesfalls Zahlungen zu leisten." Franz S. habe richtig gehandelt und die Polizei informiert. "Wer an keinen entgeltlichen Lotto-Tippgemeinschaften teilnimmt, kann selbstverständlich auch keine „Schulden“ in diesem Zusammenhang haben", so die Polizei.