Gähnende Leere auf Sportplätzen. Frust über Sportverbot macht sich bei Vereinen im Bezirk Gmünd breit. Sie pochen auf baldige Lösung. Bringt die der Sportgipfel?

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 23. Februar 2021 (04:24)
ASV-Schrems-Sektionsobmann Claus Tampier
M. Köpf

Gibt’s endlich das gerne zitierte „Licht am Ende des Tunnels“? Darauf hofft jedenfalls die heimische Sportszene. Das Gipfelgespräch zwischen Sport Austria und Österreichs Sport-Dachverbänden mit Vertretern der Regierung zur erhofften schrittweisen Öffnung des Amateur- und Freizeitsports trotz Coronavirus-Pandemie geht am Freitag über die Bühne.

ASV-Schrems-Sektionsobmann Claus Tampier
M. Köpf

Sportminister Werner Kogler und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (beide Grüne) werden mit Vertretern des organisierten Sports beraten. Im Detail geht es um Sicherheitskonzepte für die Bereiche des Vereins-, Freizeit- und Gesundheitssports. Sport-Austria-Präsident Hans Niessl erinnerte am Sonntag angesichts der Erfolge des ÖSV bei der Alpin-WM und der Biathlon-WM daran, dass es „im Sport ohne Breite keine Spitze gibt“.

Spitze oder Breite? Immerhin darf seit einigen Wochen neben den Spitzensportlern – im Waldviertel betraf das den Unterlembacher Tischtennis-Profi Stefan Fegerl, den SV Horn (Fußball), URW Waldviertel (Volleyball) und UHC Eggenburg (Handball) – auch der Spitzennachwuchs trainieren. Im Zuge dessen nahmen auch die Fußball-Leistungsausbildungszentren vor drei Wochen ihren Betrieb wieder auf – unter strengen Bedingungen und regelmäßigen Tests.

Dennoch sorgte das für weitere Aufregung. Während die Talente gemeinsam an den LAZ-Waldviertel-Standorten Zwettl und Horn trainieren dürfen, dürfen sie das bei ihren Vereinen nicht. „Die Kinder gehen miteinander in die Schule, werden dort getestet, spielen bei uns in einer Mannschaft. Wie soll ich das erklären?“, fragt sich ASV-Schrems-Sektionsobmann Claus Tampier, der sich auch für den Erwachsenenfußball bald eine Lösung erhofft. „Die Regierung wäre gut beraten, bald eine Entscheidung zu treffen.“

UBBC-Gmünd-Manager Franz Chwatal
privat

Hallensport steht komplett. Darauf hofft man auch beim UBBC Gmünd. Die Basketballer haben die Erwachsenenteams bereits zurückgezogen, mittlerweile wurde die Saison generell vom Verband abgesagt. Für den Nachwuchs hofft man noch auf Betrieb. „Dafür müssten die Kinder aber auch einmal trainieren dürfen“, sagt Manager Franz Chwatal. „Vielleicht geht‘s ja zumindest bald mal im Freien.“

Ohne Alternative. Während Basketball als Hallensport zumindest für Trainings ins Freie ausweichen könnte, steht Tischtennis vor einem noch größeren Problem. „Uns sind die Hände gebunden“, sagt Alexander Maier, Sportlicher Leiter des TTC Großdietmanns. „Aber wir müssen es eh hinnehmen. Immerhin ist und noch kein Sportler abgesprungen, zumindest wüsste ich nicht, dass das jemand vorhat. Was komplett fehlt, ist die Geselligkeit, die einen Verein normalerweise ausmacht. Für mein Gefühl wird‘s noch länger so bleiben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Hallen so bald geöffnet werden.“

Darauf hoffen indes die Tennisvereine – auch wenn im Bezirk Gmünd nur mehr die Tennishalle in Waldenstein im Betrieb ist. Während der Wintermonate ist Tennis im Freien, was an sich erlaubt wäre, keine echte Alternative.

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