Gemeinderatswahl 2020: Die Spannung steigt. Zwei neue VP-Bürgermeister sind im Bezirk Gmünd fix. Weitra und Haugschlag wechseln.

Von Karin Pollak. Erstellt am 24. Dezember 2019 (04:45)
Thomas Miksch (SPÖ) will in Gmünd wieder an die Spitze. Gemeinsam mit seinem Team will man den Stimmenvorsprung zur ÖVP ausbauen. Helga Rosenmayer (ÖVP) brauchte die Liste AfG und die FPÖ, um Bürgermeisterin in Gmünd zu werden. Sie geht optimistisch ins Rennen. Der Schremser SPÖ-Bürgermeister Karl Harrer bekommt mit Viktoria Prinz und ihrer neuen Liste Konkurrenz.Werden die parteiinternen Streitereien der VP-Bürgermeisterin Martina Sitz aus Bad Großpertholz schaden?  
Archiv

Am 26. Jänner finden die Gemeinderatswahlen statt. Jetzt haben sich die Parteien und Listen formiert. Die NÖN durchleuchtete den aktuellen Stand – erst Ende Dezember gibt es die fixe Parteien- und Kandidatenliste.

Im Großteil der Gemeinden des Bezirkes bleibt alles beim Alten. Die meisten Bürgermeister gehen wieder ins Rennen, egal ob von der ÖVP oder von der SPÖ. In dieser Riege ist auch der St. Martiner VP-Bürgermeister Peter Höbarth, der als längst dienender Bürgermeister im Bezirk seine sechste Amtsperiode anstrebt.

„Für mich ist das nichts Neues.“VP-Bürgermeisterin Margit Göll zur neuerlichen ÖVP- Alleinregierung in Moorbad Harbach.

Völlig überraschend tritt einer, ebenfalls ein langdienender Bürgermeister, nicht mehr zur Wahl an: VP-Bürgermeister Adolf Kainz aus Haugschlag, er ist seit 2000 in diesem Amt, will in Pension gehen. Über seine Nachfolge wird erst nach den Weihnachtsfeiertagen entschieden.

Bereits bekannt ist der geplante Bürgermeisterwechsel in Weitra. Raimund Fuchs (ÖVP) übergibt an Patrick Layr, der sich auf ein ziemlich neues Team verlassen wird können. Neben Bürgermeister Raimund Fuchs scheiden nämlich auch Stadtrat Erwin Hackl und die Gemeinderäte Gernot Meyer, Waltraud Schwingenschlögl, Elisabeth Steffel und Helmut Haubner aus.

Und noch eine Änderung wird es im Weitraer Gemeinderat geben: Die Liste „Wir für Weitra“, mit den beiden Gemeinderäten Ernest Zederbauer und Christina Lechner, hat ihren Rückzug beschlossen und kandidiert nicht mehr. „Ich bin nach 30 Jahren im Gemeinderat schon ein Dinosaurier und Christina Lechner ist beruflich besonders eingespannt. Ansonsten haben wir keine Personalreserven“, so Zederbauer.

Schon jetzt steht fest, dass die Gemeinderatswahl in Moorbad Harbach und in Reingers eine „g‘mahde Wies‘n“ sein wird. In diesen beiden Gemeinden steht einzig und allein die ÖVP am Stimmzettel. „Für mich ist das nichts Neues“, meinte Bürgermeisterin Margit Göll. Sie hat seit 2015 eine ÖVP-Alleinregierung. Erstmals hat das ihr Kollege Andreas Kozar in Reingers.

Nicht so einfach hat es VP-Bürgermeisterin Helga Rosenmayer in der Bezirksstadt Gmünd. Gemeinsam mit der Liste AfG und der FPÖ konnte die SPÖ überholt werden. Das Ende von SPÖ-Bürgermeister Andreas Beer war damit besiegelt. Mit dem neuen SPÖ-Spitzenkandidaten Thomas Miksch gibt es für Rosenmayer wieder eine durchaus ernstzunehmende Konkurrenz. „In Gmünd wird es spannend“, ist der allgemeine Tenor in allen Fraktionen.

Spannend wird es vermutlich auch in Schrems, wo die ehemalige SPÖ-Mandatarin Viktoria Prinz mit ihrer „Liste Prinz – Die unabhängige Partei für Schrems“ Bürgermeister Karl Harrer Parole bieten will.

SPÖ kandidiert nur in 19 der 21 Gemeinden

Auch in den 18 anderen Gemeinden stellt die SPÖ Kandidaten, wobei in Amaliendorf-Aalfang mit Gerald Schindl, in Heidenreichstein mit Gerhard Kirchmaier, in Hirschbach mit Rainald Schäfer, in Brand-Nagelberg mit Franz Freisehner und in Schrems mit Karl Harrer die Bürgermeister auf Platz eins stehen. Neue SPÖ-Spitzenkandidaten sind Konrad Schwarzinger in Haugschlag (bisher Johann Weinstabl), Josef Scharinger in Bad Großpertholz (bisher Helmut Leutgeb), Andreas Stoiffel in Großdietmanns (bisher Tino Kitzler), Kerstin Fraißl-Zimmermann in Hoheneich (bisher Josef Holzmüller), Dominik Pauer in Waldenstein (bisher Franz Jenny) und Werner Haidvogl in St. Martin (bisher Peter Mahler).

Umfrage beendet

  • Gemeinderatswahl 2020: Wisst ihr schon, wem ihr am 26. Jänner eure Stimme gebt?