Gute Bilanz nach Schul-Tests. Bezirk Gmünd: Die Schulen sind seit mehr als einer Woche in der Präsenzlehre. Planung für Sommerschule hat begonnen.

Von Anna Hohenbichler. Erstellt am 19. Februar 2021 (05:31)
Bildungsmanager Alfred Grünstäudl: „Tests in Schulen gut angelaufen.“
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Es tut sich wieder was in den Schulen des Bezirkes: Mit Anfang des neuen Semesters ist am 8. Februar auch der Präsenzunterricht wieder angelaufen. Wie hat die erste Woche mit Schichtbetrieb und Selbsttests funktioniert?

Langsamer, aber dafür persönlicher

Die Volksschulen sind jeden Tag im Präsenzunterricht, durchlaufen dementsprechend montags und mittwochs die Selbsttests, wie Alfred Grünstäudl, Leiter der auch für den Bezirk Gmünd zuständigen Bildungsregion I, erklärt. Mittelschulen, Gym-Unterstufe und die Oberstufen werden im Schichtbetrieb geführt. Bedeutet: Zwei Tage die Woche lernen die Schüler in der Schule, an den anderen Tagen zuhause. „Die Schüler bekommen Übungsmaterialien, um das Gelernte zu festigen“, sagt Grünstäudl. Der Freitag ist ohnehin Fernlehre-Tag.

Zwei Gruppen bedeuten auch zweimal Erklären im Präsenzunterricht: „Man kommt dementsprechend langsamer voran. Aber es ist wichtig, dass wir jetzt überhaupt diese Präsenzphase haben“, erklärt er. Denn: „Ganz wesentlich sind die sozialen Kontakte und dass die Kinder in ein Umfeld eingebettet sind, wo es Vertrautheit und Regelmäßigkeit gibt.“ Die persönliche Begegnung zwischen Lehrer und Schüler sei besonders wertvoll – und könne nicht ersetzt werden.

Was passiert bei positiven Tests?

Das Testen sei sehr gut angelaufen – auch dank der Vorarbeit an den einzelnen Schulen, sagt Grünstäudl: „Dabei gab es große Herausforderungen, weil diese Vorbereitungen in den Semesterferien zu erledigen waren. Ich muss den Schulleitungen deshalb großen Dank aussprechen.“ Im Vorfeld seien viele Gespräche mit Eltern geführt worden, besonders an Volksschulen seien erste Selbsttest-Versuche der Kinder auch mit den Eltern gemeinsam unternommen worden.

Und wenn der Test positiv ist?

Dann müsse nicht gleich die ganze Klasse in Quarantäne: „Es zeigt nur, dass ein weiterer Test notwendig ist“, sagt Grünstäudl. Zuerst werden die Eltern informiert, dann 1450 verständigt. Um im Falle positiver Tests weitere Ansteckungen zu verhindern, sei die Testrunde zu Beginn des Schultages sehr sinnvoll. Weitere Hygienemaßnahmen wie Abstände und Masken gelten außerdem. „Zusätzlich gibt es sogenannte Covid-Fighters für das Verdachtsfall-Management, sollten andere Schüler im Laufe des Schultages Symptome zeigen“, erklärt er. Hier könnten dann auch Gurgeltests zum Einsatz kommen.

In der Bildungsregion – sie umfasst die Bezirke Gmünd, Horn, Krems Stadt und Land, Waidhofen und Zwettl – spricht Grünstäudl von einer „handvoll positiver Tests“. Das Infektionsgeschehen im Bezirk Gmünd bewegt sich laut Bezirkshauptmann Stefan Grusch in einem geringfügigen Rahmen.

Sommerschule wieder ein Thema

Wenn bei Schülern Bedarf besteht, sollen auch heuer wieder Sommerschulen angeboten werden. Zeitlich werden die letzten beiden Ferienwochen angepeilt, sagt Grünstäudl: „Wir sind an der Planung, es hat auch schon Gespräche mit Standorten gegeben. Es sollen nun jene Eltern informiert werden, wo die Pädagogen einen Aufholbedarf sehen.“ Konkrete Standorte will er noch nicht nennen, aber: „Wir haben versucht, ein flächendeckendes Modell aufzustellen.“ Im Vorjahr sei die Entfernung zu den Sommerschul-Stand orten nämlich manchmal eine Herausforderung gewesen.