Handel im Lockdown: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Der Handel hofft wieder auf die Unterstützung aus der Bevölkerung, die schon einmal auf Regionalität gesetzt hat. Der Frust bei den Friseuren ist jedoch groß.

Von Karin Pollak und Anna Hohenbichler. Erstellt am 19. November 2020 (05:44)
Symbolbild
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Die Verschärfung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Covid-19 treffen auch den Handel: Geschäfte sind zu, die Einnahmen sinken auf Null. Mieten, Gehälter und das Weihnachtsgeld für die Mitarbeiter müssen bezahlt werden.

Erst nachdenken und dann kaufen

„Wir können diese schwierige Zeit meistern, wenn die Bevölkerung nachdenkt, wo heuer die Weihnachtsgeschenke gekauft werden. Wer bei Amazon & Co. im Internet bestellt, sichert keine regionalen Arbeitsplätze“, betont Alexandra Kuttner von der Werkstatt Weitra. Hier setzt man wie schon im Frühjahr auf Kundenbetreuung per Internet und Telefon.

Ähnlicher Meinung ist auch Peter Ruzicka, Obmann von „Echt Gmünd“: „Die Bevölkerung hat schon einmal gezeigt, dass sie hinter der heimischen Wirtschaft steht. Jetzt brauchen wir diese Unterstützung wieder.“

Wochenmarkt bleibt

Viele der geschlossenen Geschäfte bieten ihre Waren über das Internet an, es gibt Gutscheine. „Auch unsere bewegten Auslagen werden wir durchführen“, sagt Ruzicka.

In gewohnter Form geöffnet bleibt zur Freude der Stammkunden vorerst der Wochenmarkt am Gmünder Stadtplatz – geplant ist bis zum 19. Dezember.

Starke Verlierer sind die Friseure

„Ob alle Friseure im Bezirk Gmünd den zweiten Lockdown überstehen werden, wage ich nicht zu sagen. Es kommt darauf an, ob es Unterstützung gibt und vor allem, wann diese kommt“, betont der Bezirksvertrauensmann der Friseure, Walter Konitschek.

„Die Stimmung ist mies, Pessimismus macht sich breit“, sagt er: „Leider wissen wir nicht, ob die Friseure auch gleich nach dem Lockdown wieder öffnen dürfen.“