Harter Schlag für die FPÖ-Basis. FP-Bezirksparteichef Hoffmann fürchtet neue Probleme bei Personalsuche. Koalition mit FPÖ in Gmünd nicht gefährdet.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 22. Mai 2019 (04:30)
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FPÖ-Bezirksparteiobmann Walter Hoffmann.

„Schade um all die Aufbauarbeit…“ So fasst FP-Bezirksparteichef Walter Hoffman die Vorgänge um Ex-Vizekanzler Strache zusammen. Gerade für einen kleinen Bezirk ist es schwer, solche Fehler auszubügeln, „das schadet nicht nur in der Wählergunst, sondern macht es noch schwerer, Leute zu finden, die an der Basis mitarbeiten wollen“. Beisitzer zur EU-Wahl haben laut Hoffmann bereits ihre Hilfe zurückgezogen, der Imageverlust schmerze zudem ausgerechnet in der heißen Phase der Kandidatenfindung für die Gemeinderatswahl 2020.

Im Bezirk ist die FPÖ nur in Gmünd Teil einer Koalition. Für Stadtrat Benjamin Zeilinger steht eine „Einschränkung oder Änderung dieser Zusammenarbeit außer Frage“. Diese sei innerhalb der Personen und Parteien vermutlich stärker denn je, betont er: „Ich freue mich, wie bisher für die Gmünder Bevölkerung Gutes zu tun und Teil der Verantwortung dieser positiven Bewegung zu tragen.“

Straches Rücktritt erachtet er als nötig. „Der in den Videos vorkommende Inhalt und das verbundene Verhalten ist absolut nicht duldbar und entspricht nicht den Kernwerten der Partei und selbstverständlich auch nicht meinen Zugängen“, stellt Zeilinger klar. Er glaube fest an eine Zukunft der FPÖ und hoffe auf einen „Jetzt erst recht“-Effekt bei EU- und Nationalratswahl.

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