Hilfe für Angehörige von Risikogruppen formiert sich. Damit Angehörige von Risikogruppen angesichts der aktuellen Coronavirus-Vorkehrungen nicht mehr gezwungen sind, den Weg in die Öffentlichkeit anzutreten, bilden sich im Gmünder Bezirk nach und nach Gruppen von Hilfestellern. In einigen Kommunen übernehmen die Gemeindeämter selbst die Koordination.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 15. März 2020 (12:39)
Symbolbild
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So will die Stadtgemeinde Schrems ab 16. März Hilfesuchende und Helfende zusammenbringen. Gemeindebürger über 65, mit Immunschwäche oder Vorerkrankungen können sich – wenn sie auf keine andere Unterstützung zurückgreifen können – für ihre täglichen Besorgungen und andere Erledigungen in der Öffentlichkeit genauso wie freiwillige Helfer am Stadtamt melden (Mo-Do 8-15 Uhr, Fr 8-11.30 Uhr; 02853/77454-11). Außerhalb dieser Zeiten steht Bürgermeister Karl Harrer persönlich als Ansprechpartner für dringende Fälle bereit.

Auch die Stadtgemeinde Heidenreichstein will Angebote für Nachbarschaftshilfe koordinieren. Gesunde Bürger unter 65 werden hier gebeten, ihre Bereitschaft unter 02862/52336-0 zu deponieren. „Wir wollen Hilfsdienste aufbauen, bevor es zu einer Krise kommt“, sagt Bürgermeister Gerhard Kirchmaier, der sich genauso wie Vizebürgermeisterin Margit Weikartschläger auch selbst am Handy für die Koordination zur Verfügung stellte.

Das Stadtamt der Stadtgemeinde Gmünd ist ab 16. März für den Parteienverkehr geschlossen. Für Amtszeiten täglich zwischen 8 und 12 Uhr wurde ein Journaldienst eingerichtet, der telefonisch bzw. per Mail erreichbar ist. In dieser Zeit werden auch Angebote für ehrenamtliche Hilfsdienste (Personen, die nicht zur Risikogruppe zählen!) und Anfragen von Hilfsbedürftigen aus Risikogruppen, die keine andere Unterstützungs-Möglichkeit finden, angenommen und koordiniert (02852/52506-100; stadtgemeinde@gmuend.at).

In Litschau werden Informationen über Hilfsbedürftige in Notlagen am Stadtamt entgegengenommen (gemeinde@litschau.at, 02865/219).

Die SPÖ hat zudem einen Einkaufsservice für die Gemeinde Litschau ins Leben gerufen: Günter Witzmann nimmt unter 0676/5222020 Anfragen von kranken oder hilfsbedürftigen Mitmenschen entgegen, koordiniert den Bedarf auch für Rezept- bzw. Medikamenten-Abholungen mit ehrenamtlichen Helfern. „Viele Leute möchten mithelfen, wenn Not am Mann ist“, betont Witzmann: „Hilfesuchende müssen nur anrufen.“