Illegale Waffen und NS-Devotionalien sichergestellt. Nach einem anonymen Hinweis wegen offen zur Schau gestellten NS-Propagandamaterials leitete das NÖ Landesamt für "Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung" Ermittlungen gegen einen 35-jährigen Unternehmer aus dem Bezirk Gmünd ein. Dem Vernehmen nach handelt es sich bei ihm um ein früheres, derzeit in Gmünd wohnhaftes FPÖ-Bezirksvorstandsmitglied, das allerdings selbst nie in einem Gemeinderat vertreten war.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 03. Juli 2020 (08:48)
LPD NÖ/LVT

Im Zuge einer Hausdurchsuchung konnten im Büro des Mannes neben legal besessenen Schusswaffen auch illegale Waffen in Form von Kriegsmaterial (zwei Maschinenpistolen mit Schalldämpfer), einer verbotenen Waffe (schießender Kugelschreiber)  sowie Munition in größerem Ausmaß vorgefunden werden. Zudem wurden auch Sprengkapseln und NS-Devotionalien vorläufig sichergestellt.

LPD NÖ/LVT

Gegen den Mann wurde noch an Ort und Stelle ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen.

Zur Herkunft der illegalen Maschinenpistolen wollte der Beschuldigte laut Polizei bislang keine glaubwürdigen Angaben machen. Die Ermittlungen zu seiner offen zur Schau gestellten nationalsozialistischen Einstellung ergaben demnach keinen Hinweis auf Mitgliedschaft in einem rechtsextremen Netzwerk.

 

Der Mann wurde bei der Staatsanwaltschaft Krems sowie bei der Bezirkshauptmannschaft Gmünd zur Anzeige gebracht.