Isolation für Skiort-Rückkehrer, Lkw für Stadtbewohner. Der Bezirk Gmünd bleibt in absoluten und auch relativen Zahlen das NÖ-Schlusslicht im „Corona-Ranking“ und einer von nur noch drei Bezirken Österreichs mit einstelliger Infiziertenzahl. Und: Erste sind gesundet, Rückkehrer aus bestimmten Skigebieten müssen zuerst in Quarantäne – und Lkw-Transit darf vorübergehend wieder durch Stadt Gmünd brummen.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 31. März 2020 (16:26)
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Die Ersten der sechs bis per 31. März nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten aus dem Gmünder Bezirk sind laut Bezirkshauptmann Stefan Grusch bereits gesundet, keiner liegt auf einer Intensivstation. Die Gemeinsamkeit des Sextetts: Alle waren vom Skiausflug oder Gastro-Dienst in Schladming bereits mit Symptomen heimgekehrt, hatten sich hier rasch untersuchen lassen, betont Grusch. Da sich die Kontakte in der Heimat also in Grenzen hielten, blieben hier die Zahlen der Infizierten und Verdachtsfälle gering. 

Damit das so bleibt, müssen sich Rückkehrer aus bestimmten Skigebieten wie Saisonniers mittlerweile per Verordnung der Bezirkshauptmannschaft in der Heimat zuallererst einer zweiwöchigen Quarantäne unterziehen (Details dazu hier: http://www.noe.gv.at/noe/BHGD_VO_Reiserueckkehr.pdf).

Gmünd: Lkw-Sperre ausgesetzt

Weil Gmünd-Böhmzeil derzeit waldviertelweit der einzige rund um die Uhr geöffnete Grenzübergang zu Südböhmen ist und Lkw trotz der sehr strengen Maßnahmen gegen eine Verbreitung des Virus in Tschechien passieren dürfen, steht indes die an sich seit Neujahr für Lkw-Transit gesperrte Stadt Gmünd vor einem Dilemma: Das Durchfahrts-Verbot musste ausgesetzt werden, weil Lkw sonst zwar über die Grenze, aber nicht durch die Grenzstadt ins Landesinnere kommen.

Bezirkshauptmann Stefan Grusch: Er habe sich massiv dafür eingesetzt, dass der Übergang an der Bundesstraße B2 bei Neu-Nagelberg statt jener zu Gmünd-Böhmzeil geöffnet werde, von tschechischer Seite habe er aber noch kein grünes Licht dafür erhalten.