Keine Hochwassergefahr: Regen hilft dem Wald. Nur die Feuerwehr Kirchberg musste pumpen. Natur atmet auf.

Von Karin Pollak. Erstellt am 27. Juni 2020 (05:34)
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„Grundsätzlich geht es uns nicht schlecht“, meint Bezirkbauernkammerobmann Markus Wandl zur aktuellen Wetterlage. Der viele Regen – laut Wettermessstation Gmünd wurden im Mai 89,3 Millimeter und bis 22. Juni 112,2 Millimeter Niederschlag gemessen – führte zwar zu einem Pegelanstieg in den Flüssen und Bächen. Überschwemmungen wie im südlichen Niederösterreich gab es aber am vergangenen Wochenende nicht. Lediglich in Kirchberg musste die Feuerwehr zu Auspumparbeiten ausrücken.

„Die Dürre im April hat der Natur ziemlich zugesetzt. Jetzt gibt es die erforderlichen Niederschläge, die zwar die Bauern beim Einbringen von Heu und Silage ziemlich fordern. Aber man sieht ja deutlich, wie schön und grün alles ist“, betont Wandl. Schäden gab es Anfang Juni vorwiegend im nördlichen Bezirksteil durch den Hagel (die NÖN berichtete).

Für die Wälder waren die Niederschläge und die gedämpften Temperaturen der letzten Wochen „eine Rettung in letzter Minute“, so der Kammerobmann. „Die Gefahr durch den Borkenkäfer ist natürlich nicht gebannt, aber der Käfer ist geschädigt und die Bäume haben endlich wieder etwas Kraft schöpfen können.“

Jetzt atmen einmal die Landwirte durch. „Sollte eine Hitzewelle kommen, dann kriegen wir aber wieder ein Problem“, meint Wandl.