Kfz-Neuzulassungen: Neuwägen weiterhin im Trend. 2019 wurden im Bezirk Gmünd 966 neue Autos zugelassen.

Von Maximilian Köpf und Karin Pollak. Erstellt am 22. Januar 2020 (02:37)
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Klimasünder, Dieselkrise, laufende Gesetzesänderungen – die Zeiten für das liebste Fortbewegungsmittel der Menschen waren schon einmal einfacher. Die Zahlen der Neuzulassungen steigen nach schwierigen Jahren aber weiter. 2019 wurden im Bezirk Gmünd 966 Pkw neuzugelassen.

Dabei legt auch der durch die Vorgänge bei Volkswagen in Verruf geratene Dieselmotor wieder zu. 44,4 Prozent der Autos haben Dieselmotoren, sind damit den „Benzinern“ (46,8 %) wieder knapp auf den Fersen.

Den „Dieselskandal“ bei VW und Audi hat man im Gmünder Autohaus des Raiffeisenlagerhauses gut verkraftet. „Wir liegen mit unseren Verkaufszahlen gleich wie im Vorjahr“, betont Geschäftsführer Herbert Fürst. Außerdem sei VW nach wie vor eine der gefragtesten Automarken – im Bezirk Gmünd wurden im Vorjahr davon 198 Neuwägen angemeldet.

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„Aber auch die Marke Peugeot verkauft sich gut“, zeigt Fürst auf. Diesel oder Benzin würden bei den Käufern gleichermaßen in Frage kommen. „Eine entscheidende Rolle spielt beim Autokauf auch unsere angeschlossene Servicewerkstätte. Die Kunden wollen oft nur einen Ansprechpartner, wenn es ums Auto geht“, ist Fürst überzeugt.

Martin Weiss aus Schrems ist mit dem Autoverkauf sehr zufrieden.
privat

Sehr zufrieden mit den Verkaufzahlen von Neu- und Gebrauchtwägen ist man im Ford-Autohaus Weiss in Schrems. „2019 war ein super Jahr, so soll es weiter gehen“, meint Martin Weiss. Die Marke Ford sei gefragt: Im Vorjahr gab es 87 Neuanmeldungen im Bezirk Gmünd. „Ford hat eine moderne Modellpalette, eine Spitzenqualität und ein attraktives Design“, so Weiss. Bei den Kleinwägen würden vermehrt Benziner verkauft, bei größeren Ausführungen wählen viele den Dieselmotor. „Egal ob Benzin oder Diesel, wir haben alle Möglichkeiten bei Hybridfahrzeugen.“

„Man hat die Diesel-Krise schon gemerkt, aber sie hatte bei uns kaum Auswirkungen“, schildert Harald Eder vom Citroen-Autohaus Eder in Gmünd. „Der PSA-Konzern setzt auch stark auf Dieselmotoren, die Schadstoff-Situation hat sich sehr gebessert.“ Benzinmotoren sind vor allem im Kleinwagenbereich sehr gefragt, bei mittleren Größen herrsche ein Gleichgewicht. „Wo der Zug hinfährt, wird auch herstellerspezifisch sein.“

Großer Umschwung bei E-Autos lässt warten

Der Bezirk Gmünd liegt im E-Auto-Ranking auf Nummer zwei. 3,8 Prozent der Neuzulassungen waren 2019 bereits Elektroautos – anteilsmäßig mehr waren es landesweit nur im Bezirk Waidhofen (4,2 Prozent).

Harald Eder aus Gmünd erwartet einen Aufschwung bei den E-Autos.
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„Das Interesse an reinen E-Fahrzeugen ist da, aber gekauft werden konventionelle Antriebe“, betont Martin Weiss aus Schrems. „Wir rechnen hier mit keinem großen Umschwung in den nächsten Jahren. Man merkt dabei durchaus ein Stadt-Land-Gefälle.“

Von wenig bis kaum Interesse kann auch Herbert Fürst vom Raiffeisenlagerhaus Gmünd berichten. „Aber jetzt kommt der neue Volkswagen ID heraus. Da erwarten wir uns schon mehr.“

„Elektroautos sind aktuell noch kein großer Faktor, allerdings kommen in der zweiten Jahreshälfte einige neue Modelle. Da muss man abwarten“, sagt Harald Eder.

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