Neue Fahrpläne sorgen für Frust zum Schulbeginn. Unmut bei Eltern und Kindern: mehrere Bushaltestellen nicht angefahren, überlange Fahrzeiten aus Harbach. Abgeordnete Göll: „Leite alles ans Land weiter.“

Von Anna Hohenbichler, Markus Lohninger und Karin Pollak. Erstellt am 04. September 2019 (06:17)
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Ärger über Busproblem bei: Bianca Gesperger, Isolde Kasper, Kerstin Pichler, Katrin Bader, Claudia Winkler, Walter Baier (hinten), Marlies, Elina, Alina, Alina, Mia-Sophie und Jasmin (vorne)

Böses Erwachen für etliche Kinder zum Start ins neue Schuljahr am vergangenen Montag: Sie warteten an diversen Haltestellen im erweiterten Großraum Gmünd auf den Schulbus – doch der kam nicht. Die Ursache sind Änderungen im Busfahrplan im Verkehrsverbund Ost-Region (VOR), der wie berichtet mit 5. August in Kraft getreten war und seither mehrfach für Probleme gesorgt hatte. Bis Redaktionsschluss wurde die NÖN mit mehreren Problemfällen konfrontiert:

Großdietmanns: Eltern brachten ihre Kinder in der Katastralgemeinde Ehrendorf nach halbstündiger Wartezeit mit dem Auto zur Volksschule Dietmanns: Der Bus war nach Auskunft von Eltern erst gegen 8.15 Uhr abgefahren – viel zu spät natürlich.

Der Schülertransport sei ins System vom Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) übergegangen, zusätzliche Vereinbarungen gab es nicht, sagt VP-Bürgermeister Erhart Weißenböck, selbst Ehrendorfer: „Vor der Umstellung ist der Schulbus von Höhenberg, Unterlembach und Eichberg nach Dietmanns gefahren, dann weiter nach Ehrendorf und Wielands.“ Der zweite Teil der Route werde nun nicht mehr bedient.

„Wir bitten um Verzeihung für die Unannehmlichkeiten.“ VOR-Sprecher Georg Huemer

Den Grund ortet Georg Huemer, Pressesprecher im VOR, nach ausführlicher Problemsuche: „Es ist offenbar zu einem folgenschweren Kommunikationsproblem gekommen. Wir konzentrieren uns auf eine raschest mögliche Lösung und bitten um Verzeihung für die Unannehmlichkeiten.“ Auch, dass die Kinder nun beim Kirchenplatz statt bei der Schule aussteigen müssen, werten Eltern und der Bürgermeister als Verschlechterung.

Waldenstein: Mit ähnlichen Problemen sind Eltern und Kinder in der Nachbargemeinde Waldenstein konfrontiert: Die Bushaltestelle in unmittelbarer Volksschul-Nähe wird nicht mehr angefahren, Busse halten jetzt beim Stopp bei der Feuerwehr.

Dazwischen liegt ein Fußweg mit Querung der Landesstraße. – Für VP-Bürgermeister Alois Strondl keine gute Lösung: „Wir wurden nicht gefragt, ob die Haltestelle bei der Volksschule notwendig ist.“ VOR-Sprecher Huemer: „Die Bushaltestelle bei der Schule ist nicht konzessioniert. Deshalb können wir sie nicht anfahren.“ Dafür sei die Gemeinde zuständig.

Liege es tatsächlich nur an der Konzessionierung, werde man die Voraussetzungen natürlich schaffen, so Strondl. Er steht in Kontakt mit Land NÖ und dem Busunternehmen. Er setze alles daran, dass der Stopp bei der Schulhaltestelle wieder komme, versichert Strondl. Um die notwendige Straßenquerung zu entschärfen, werde einstweilen ein neuer Schutzweg angestrebt.

Moorbad Harbach: Hier geht es um Fahrzeiten zwischen Maißen und Gmünd von über einer Stunde, einen fehlenden Halt in Maißen sowie fehlende Verbindungen zwischen Harbach und Gmünd. „Eltern müssen ihre Kinder etwa vom Gymnasium abholen“, so Bürgermeisterin und Abgeordnete Margit Göll. Ihr seien generell etliche Klagen zu Ohren gekommen, so Göll: „Ich leite alles an das Land weiter. Dort wurde mir versprochen, dass der Schülerverkehr bald wieder auf der Reihe ist.“

Schrems: Als Irrtum hat sich indessen eine Nachricht aus Kleedorf erwiesen. Bürgermeister Karl Harrer: Schwierigkeiten mit der Verbindung zu den Schremser Schulen hätten sich als Fehlmeldung herausgestellt.