Niedrigste Arbeitslosigkeit seit 2000. Tolle AMS-Bilanz für 2019. Beschäftigungszahl auf Rekordniveau.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 08. Januar 2020 (06:54)
Gerhard Ableidinger
Maximilian Köpf

Durch die Bank gute Nachrichten überbringt der Gmünder AMS-Leiter Gerhard Ableidinger nach dem Abschluss des Jahres 2019: Die Arbeitslosenquote im Bezirk lag im Jahresschnitt mit 7,9 Prozent so gering wie zuletzt im Jahr 2000!

Genau 1.200 Personen waren im Jahresdurchschnitt beim AMS arbeitslos gemeldet, 2018 waren die Zahl noch ein Zehntel höher gewesen. Frauen profitieren mit -9,8 Prozent gleich stark wie Männer mit -10,9 Prozent. Mit 14.200 unselbstständig Beschäftigten verzeichnete der Bezirk 2019 einen neuerlichen Beschäftigtenrekord: Gegenüber 2018 ist das ein Zuwachs um 100 Beschäftigte (+0,7%). Seitens des AMS konnten 2019 fast ein Fünftel mehr Stellen mit geeigneten Arbeitskräften besetzt werden als im Jahr davor, zugleich beendeten über 2.200 Gmünder ihre Arbeitslosigkeit mit einer Arbeitsaufnahme. 1.311 freie Stellen und Lehrstellen wurden passend besetzt – ein Rekord seit der elektronischen Datenverarbeitung im AMS und ein Plus von über 200 (bzw. +19%).

Mit einem Minus von 21,8 Prozent auf etwa hundert arbeitslos gemeldete Jugendliche hatte Gmünd landesweit den stärksten Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit. Dank der günstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt sank auch die Langzeitarbeitslosigkeit (seit mehr als einem Jahr) stärker als in jedem anderen NÖ Bezirk – um ein Drittel auf 216 Personen.

Geringfügig um 1,2 Prozent ist auch die Zahl der Arbeitslosigkeit in der Generation 50+ im Vergleich zu 2018 zurückgegangen (auf 518 Personen). Dennoch sind etwa 43 Prozent aller Arbeitslosen 50 Jahre oder älter.

Sinkende Zahlen auch im Dezember 2019

Im Dezember selbst registrierte Ableidinger im Vergleich zum Dezember 2018 einen Rückgang um 9,4 Prozent auf 1.515 Arbeitslose, die Zahl der Jobsuchenden in Schulungen ging im Vergleich um 14 Prozent auf 172 zurück. Somit waren Ende Dezember in Summe 1.687 Personen beim AMS Gmünd vorgemerkt (Ende Dezember 2018: 1.872 Personen), wobei der Rückgang bei Frauen (-17,9 %) wesentlich stärker als bei Männern (-4,2 %) war.

Der Anteil an Langzeitarbeitslosen ist noch immer hoch (194 Personen), konnte jedoch um 30 Prozent reduziert werden.

Mit wachsenden Problemen schlagen sich allerdings Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen im Bezirk Gmünd herum: Ihre Zahl stieg innerhalb eines Jahres um 16,1 Prozent auf 375.