NÖN-Umfrage: Sind Sie bereits geimpft worden?. Waren Sie schon dran oder müssen Sie noch warten? Die NÖN hat Menschen aus dem Bezirk zu ihren Impf-Präferenzen befragt.

Von Anna Hohenbichler, Markus Lohninger, Karin Pollak und Maximilian Köpf. Erstellt am 02. Mai 2021 (04:49)
16 Promis aus dem Bezirk Gmünd im Impf-Talk.
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Die NÖN hat 16 Personen aus dem Bezirk gefragt, wie es um ihren Impfstatus aussieht – und warum.

  1. Karl Geist, Obmann, SV Haie Hoheneich, 57, einmal geimpft: „Ich gehöre zur Risikogruppe, habe deshalb vorige Woche die erste Dosis bekommen. Die Impfung ist wichtig. Wenn wir uns wieder frei bewegen wollen, uns Fußballspiele anschauen können etc., dann wird das nur über diese Schiene gehen. Anders werden wir die Pandemie nicht in den Griff bekommen.“
  2. Michael Preissl, AK-Bezirksstellenleiter, 59, geimpft: „Nach überstandener Covid-Infektion habe ich keine Probleme mehr außer Kurzatmigkeit, die kann aber offenbar bis zu einem Jahr anhalten. Ich rate jedem, sich impfen zu lassen, und habe das durch Zufall bereits selbst hinter mir: Mehrere Angemeldete für eine Impfung mit BioNTech waren ausgefallen, daher wurde ich von einem Arzt kurzfristig kontaktiert. Ich hatte keine Impfreaktion – und weil ich nach meiner Infektion schon einen gewissen Schutz habe, reicht bei mir diese eine Dosis aus.“
  3. Doris Schreiber, WK-Bezirksstellenobfrau, 49, nicht geimpft: „Ich bin wegen meines Alters noch nicht geimpft, habe mich aber in der Warteliste eingetragen, weil ich der Meinung bin, dass die Impfung die einzige Möglichkeit ist, zur Normalität zurückzukehren. Meine Eltern sind geimpft. Es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, dass sie geschützt sind. Ich habe mich zur Impfung bei meiner Ärztin informiert, habe keine Bedenken.“
  4. Reinhard Österreicher, Altbürgermeister Schrems, 71, geimpft: „Als freiwilliger Mitarbeiter beim Roten Kreuz bin ich bereits geimpft. Nebenwirkungen hatte ich keine, ich habe nicht einmal den Stich gespürt. Ich bin nach wie vor sehr vorsichtig, schütze mich bei meinen Diensten. Covid-19 ist hochinfektiös. Im Bekanntenkreis hatten einige Corona, manche sind daran verstorben. Die Krankheit muss man ernst nehmen, das ist keine Grippe. An der Impfung führt kein Weg vorbei, wenn wir wieder ein halbwegs normales Leben haben wollen. Ich verstehe es, wenn sich jemand aus Angst vor Nebenwirkungen nicht impfen lassen möchte. Man hört ja viel. Wichtig ist es trotzdem.“
  5. Stefan Grusch, Bezirkshauptmann, 57, nicht geimpft: „Ich stehe seit der Vorwoche auf der Warteliste, für die man sich auf impfung.at eintragen kann. Sobald ich an die Reihe komme, lasse ich mich auf jeden Fall impfen. Insoferne erhöht jeder, der es sich selbst anders überlegt, natürlich meine Chance. Von der Behörde sind bisher nur Kollegen des Gesundheitsdienstes und Sozialarbeiter geimpft.“
  6. Erich Dangl, Bezirksfeuerwehrkommandant, 60, geimpft: Ich gehöre zur Risikogruppe, wurde aber als Angehöriger der Polizei geimpft, weil ein Kollege ausgefallen ist. Je mehr sich impfen lassen, desto rascher werden wir die Pandemie in den Griff kriegen. Es ist ein gutes Gefühl, beide Impfungen zu haben.“
  7. Jürgen Prüfer, Trainer ASV Eaton Schrems, 46, nicht geimpft: „Ich bin im Vormerksystem angemeldet, habe aber darüber hinaus noch keine Infos erhalten. Sobald ich an der Reihe bin, werde ich mich auf jeden Fall impfen lassen. Die Impfung ist ein Schutz und wird dazu beitragen, dass wir wieder zur Normalität zurückkehren können. Und wenn ich dazu etwas beitragen kann,dannmache ich das gern.“
  8. Hans Pichler, Altbürgermeister Heidenreichstein, 67, nicht geimpft: „Ich hoffe, dass ich nach meiner schweren Infektion – nach der ich immer noch Probleme beim Atmen habe – noch durch Antikörper geschützt bin. Genau weiß ich das nach einem Test, den ich trotz Terminvergabe vor einigen Tagen erst am 21. Mai habe. Solange ich Antikörper habe, möchte ich mich nicht impfen lassen: Meine vielleicht naive Meinung ist es, dass man sein Immunsystem arbeiten lassen und es stärken sollte, solange das möglich ist.“
  9. Stephanie Fürstenberg, Schlossherrin Weitra, 50+, nicht geimpft: „Da sich die Personen meiner Altersgruppe erst in der Vorwoche für eine Impfung anmelden konnten, bin ich noch nicht geimpft. Das wird bis Juli so sein. Ich lasse mich natürlich impfen, trage ja Verantwortung gegenüber anderen Menschen und auch mir selber gegenüber. Ohne Impfung werden wir keine Chance haben, die Pandemie in den Griff zu bekommen. Ich finde es großartig, wie diese Impfung organisiert ist.“
  10. Günter Czetina, Direktor BG & BRG Gmünd, 63, einmal geimpft: „Ich habe die erste Impfung mit Astrazeneca bereits erhalten. Ich hatte keine Nebenwirkungen, vertrage Impfungen generell gut. Eine hundertprozentige Sicherheit dafür gibt es natürlich nicht aber ich denke, die Vorteile überwiegen die Nachteile deutlich. Vor meiner Impfung habe ich mehrmals mit unserem Schularzt gesprochen. Im Juni werde ich die zweite Impfung bekommen.“
  11. Werner Himmer, Seniorenbund-Bezirksobmann, 79, einmal geimpft: „ Ich sehe die Impfung derzeit als einziges Mittel, die Pandemie los zu werden. Dazu gehört auch, dass Abstandhalten und Maskenpflicht eingehalten werden. Es wird leider viel zu wenig aufgepasst. Die erste Impfung habe ich sehr gut vertragen, die zweite erhalte ich am 12. Mai. Dann denke ich, dass ich vor einem schweren Covid-Verlauf geschützt sein werde. Das fühlt sich schon gut an.“
  12. Johannes Zeller, Bezirksstellen-Geschäftsführer Rotes Kreuz Litschau, 49, einmal geimpft: „Ich habe meine erste Impfung mit Astrazeneca gut vertragen, hatte nur leichte Reaktionen, als würde ich eine leichte Grippe bekommen. Nach einem Tag war das vorbei. Dass ich mich impfen lasse, war für mich klar. Ich verstehe die Notwendigkeit, dass die Mehrheit der Bevölkerung geimpft sein soll, um eine Herdenimmunitätzuerreichen.“
  13. Otto Opelka, Gmünder AltBürgermeister, 71, einmal geimpft: „Eigentlich hätte ich vorigen Samstag meine zweite Moderna-Impfung erhalten sollen, der Termin wurde aber verschoben. Für mich war von Haus aus klar, dass ich mich impfen lasse, die Ernsthaftigkeit des Virus lässt für mich nichts anderes zu. Ich vertraue der Wissenschaft und der Medizin in Europa. Corona kann jeden treffen, die einen haben keine Symptome, die anderen sterben. Wenn wir wieder so halbwegs normal leben wollen, muss man so viele wie nur möglich impfen.“
  14. Wilfried Brocks, Bezirkspolizei-Kommandant, 50, noch immun: „Ich bin von meiner überstandenen Covid-Infektion noch immunisiert, bin aber ein absoluter Impf-Befürworter. Es ist gut, dass es diese Möglichkeit gibt, ein Gutteil der Einsatzkräfte im Bezirk ist bereits geimpft. Das ist keine Dränglerei: Sie tragen als Systemerhalter Verantwortung, haben in Einsätzen immer wieder mit Personen zu tun, die sich nicht so genau an die Vorgaben halten wollen.“
  15. Anja Scherzer, FPÖ-Bezirksparteiobfrau, 25, nicht geimpft: „Ich bin aktuell noch nicht geimpft und habe es auch nicht geplant, weil ich für mich persönlich keine Notwendigkeit sehe. Es gibt keine eindeutigen Studien, die zeigen, dass Geimpfte andere Menschen nicht anstecken können. Wer sich impfen lassen möchte, soll die Möglichkeit dazu haben aber einen Zwang sehe ich sehr kritisch. Auch die Risiken einer Impfung sollte man berücksichtigen und nicht verschweigen.“
  16. Michael Pichler, Sektionsleiter SC Amaliendorf, 42, nicht geimpft: „Ich bin noch nicht geimpft, sobald es die Möglichkeit für mich gibt, bin ich aber sicher dabei. Ohne dem werden wir nicht aus der Situation kommen. Außerdem gehe ich auch davon aus, dass es künftig gewisse Einschränkungen für Personen geben wird, die nicht geimpft sind – für Konzerte, Reisen etc.“