Pfarrer Schober verstorben. Ehemaliger Pfarrer von Unserfrau und Dietmanns sowie Religionslehrer im Gmünder Gymnasium, Paul Schober, verstarb 87-jährig. Das Begräbnis findet am 17. September statt.

Von Karin Pollak. Erstellt am 16. September 2014 (09:11)
Paul Schober
NOEN, privat

1992 verließ Pfarrer Paul Schober nach seiner Pensionierung den Bezirk Gmünd, doch die Betroffenheit über seinen Tod am 7. September ist im Bezirk groß. „Er hat uns geprägt“, ist der allgemeine Tenor an den ehemaligen Wirkungsstätten des beliebten Seelsorgers und Lehrers. Paul Schober wurde 87 Jahre alt, er verstarb in Deutsch Jahrndorf (Bezirk Neusiedl am See/Burgenland). Am dortigen Friedhof wird er am 17. September um 15 Uhr beerdigt. Danach findet der Trauergottesdienst statt.

Der Böheimkirchner absolvierte das Theologiestudium in St. Pölten und wurde am 14. August 1949 zum Priester geweiht. Als Kaplan wirkte er in Langschlag, Traismauer, Zwettl, Pottenbrunn, Eggenburg und Weitra. 1962 wurde er Pfarrer in Unserfrau. Ab diesem Zeitpunkt arbeitete er auch am Gymnasium Gmünd als Religionsprofessor und unterrichtete die Volksschulkinder in Unserfrau.

1980 übernahm Schober zudem die Pfarre Dietmanns. Sein Einsatz wurde durch die Verleihung der Titel Konsistorialrat und Oberstudienrat gewürdigt. 1992 trat Schober seine Pension an und betreute zehn Jahre die Pfarre Schönbühel in der Wachau. Gesundheitsbedingt übersiedelte er nach St. Pölten und zuletzt nach Deutsch Jahrndorf.

Engagement für Jugend

„Die Pfarre Unserfrau wurde 30 Jahre von Pfarrer Schober geprägt. Ich hatte ihn als Religionslehrer und erinnere mich gerne an diese Zeit zurück“, sagt Bürgermeister Otmar Kowar (ÖVP). Sein Dietmannser Kollege Johann Weissenbök verliert mit Schober einen Jugendfreund: „Er hat hervorragende Jugendarbeit geleistet, war auch in unserer Pfarre sehr beliebt.“ Die letzten Jahre seiner aktiven Priesterzeit wohnte Schober im Pfarrhof in Dietmanns.

Am Gymnasium Gmünd nahm Schober regen Anteil am Schulleben und sorgte mit vielen Veranstaltungen für die schulische Seelsorge auch außerhalb des Religionsunterrichtes. Er war auch als Referent des Katholischen Bildungswerkes und als Sanitäter und Ausbildner beim Roten Kreuz Gmünd tätig. Von Jänner 1975 bis zu seinem Tod gehörte er der Feuerwehr Unserfrau an. Abordnungen von Gemeinde und Pfarre aus Unserfrau und Dietmanns sowie von der Feuerwehr Unserfrau werden Schober auf seinem letzten Weg im Burgenland begleiten. Um ihn trauern Bruder Bruno und seine langjährige Haushälterin Magda Haumer.