Erstellt am 18. Januar 2017, 04:05

von Thomas Weikertschläger

Rücktritts-Ankündigung von Pröll: Das sagt der Bezirk. ÖVP-Abgeordnete verlieren Vorbild, FPÖ hofft auf „frischen Wind“.

Erwin Pröll  |  NOEN, Archiv

Mit Verständnis und Dankbarkeit reagieren die ÖVP-Mandatarinnen aus dem Bezirk Gmünd auf den am Dienstag verkündeten Rückzug Erwin Prölls aus der Politik. Pröll will beim Landesparteitag im März nicht mehr kandidieren und danach das Amt des Landeshauptmannes abtreten.

Nationalratsabgeordnete Martina Dieser-Wais meint, dass Pröll mit der „geregelten Hofübergabe“ jene Größe zeige, die sein politisches Wirken immer geprägt habe. Auch Landtagsabgeordnete Margit Göll sieht in Pröll ein politisches Vorbild von abtreten: „Er hat einfach ein Gespür für die Anliegen der Menschen.“ Für beide habe Pröll in den vergangenen 25 Jahren wesentlich zur Wirtschaftsbelebung und das positive Image Niederösterreichs beigetragen.

Als Respektsperson, deren Entscheidung zu akzeptieren sei, bezeichnete FPÖ-Bezirksobmann Walter Hoffmann Pröll. Mit 70 dürfe man amtsmüde sein, zudem schade dem Land ein „frischer Wind“ nicht.

SPÖ-Bezirksvorsitzender Konrad Antoni und Grünen-Bezirkssprecher Manfred Stattler waren vor Redaktionsschluss nicht mehr für eine Stellungnahme erreichbar.