SPÖ-Miksch: „Wenn wir nicht aufpassen, verlieren wir Spitäler"

Erstellt am 23. Juni 2022 | 05:24
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8393803_gmu25bezirk_spoe_pflege.jpg
Stellten das PflegePROgramm“ der SPÖ vor: Michael Bierbach, Irina Thaler und Thomas Miksch.
Foto: B. Kögler
Gmünder SPÖ-Bezirksspitze stellt Programm für Pflegebereich vor und warnt vor Personalnot: Remobilisation derzeit nur eingeschränkt in Betrieb.
Werbung

„Man muss heute schnell agieren, um den Kollaps in der näheren Zukunft zu verhindern – den Bedarf kann man ausrechnen“, drängt SPÖ-Bezirksvorsitzender Michael Bierbach. Erhöhten Handlungsbedarf ortet die SPÖ Niederösterreich beim Thema Pflege und hat deshalb ein „PflegePROgramm“ ausgearbeitet, das Bierbach gemeinsam mit Bezirksgeschäftsführer Thomas Miksch und der Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerin Irina Thaler vorstellte.

Unter dem Motto „leistbar, transparent, menschlich“ beinhaltet es 17 Bausteine für ein Pflegesystem der Zukunft: etwa Gesundheitsvorsorge, bundeseinheitliche Pflegeservicestellen, faire Bezahlung (auch von pflegenden Angehörigen). Als Gesundheits- und Krankenpflegerin wünscht sich Irina Thaler, dass die positiven Seiten der Branche mehr betont werden, um Junge für Berufe in der Pflege zu motivieren: „Die Jobs müssen imagemäßig aufgewertet werden.“

„Wenn wir nicht aufpassen, verlieren wir Spitäler.“

Für mehr Heimplätze müsse gesorgt werden, so Bierbach. Doch – meint Miksch – die Personaldecke sei in Pflege- und Betreuungseinrichtungen und auch im Krankenanstaltenbereich dünn: „Wenn wir nicht aufpassen, verlieren wir im Waldviertel Spitäler, weil wichtige Stellen nicht besetzt werden können.“ So falle etwa die Remobilisation im Gmünder Krankenhaus seit einigen Monaten aus.

Ja, die Abteilung laufe aktuell „in eingeschränkter Form in Zusammenarbeit mit anderen Stationen“ des Spitals, heißt es von der Landesgesundheitsagentur auf Nachfrage. Zuweisende Stellen seien über die Einschränkungen informiert: „Einerseits ist die Situation auf den unglücklichen Ausfall maßgeblicher medizinischer Kräfte, andererseits auf die Pandemie zurückzuführen.“ Zu coronabedingten Personalausfällen komme, dass die Abteilung auch für die Versorgung der Covid-Patienten genutzt wird. Aber: „Unsere Patienten werden bestmöglich versorgt.“

Werbung