Sternsingen mit Hürden. In einigen Pfarren im Bezirk Gmünd fällt Sternsinger-Aktion aus, Schrems setzt auf Voranmeldung, Gmünd und der Norden auf Mitnehm-Kreiden.

Von Anna Hohenbichler und Karin Pollak. Erstellt am 01. Januar 2021 (06:29)
Symbolbild
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Frieden, Glück und Segen bringen die Sternsinger Anfang Jänner in die Häuser. Diese Aktion darf trotz des Lockdowns stattfinden. Aber kommen die Sternsinger auch?

Schwierige Organisation

Laut Dechant Herbert Schlosser obliegt die Umsetzung den Pfarren: „Somit entscheiden diese, ob und wie die Aktion heuer ablaufen wird.“ Einfach sei die Organisation nicht, da viele Kinder nicht an der Aktion teilnehmen wollen oder dürfen.

In „seiner“ Pfarre in Schrems können sich Gläubige, die einen Besuch der Sternsinger wünschen, in der Pfarrkirche oder -kanzlei voranmelden. „Im Normalfall sind alleine in Schrems zwölf Sternsingergruppen unterwegs. Das schaffen wir heuer keinesfalls, daher diese Regelung“, betont Schlosser. Am 30. Dezember sind die Sternsinger in Amaliendorf unterwegs, am 4. Jänner in Langegg.

Kreide to go

Im Pfarrverband Eggern, Eisgarn und Reingers muss die Aktion pausieren, wie Propst Andreas Lango erklärt: „Die Eltern hatten Sorgen wegen Covid-19, aber ich verstehe das.“ Alternativ sollen in den Kirchen Spendenboxen aufgestellt und Zahlscheine ausgegeben werden. Gesegnete Kreiden gibt es auch – damit könne jeder das „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus) an seine Türe schreiben.

Auch in den katholischen Kirchen in Gmünd liegen Kreiden bis Anfang Februar auf. Bis dahin können dort – und in den beiden Apotheken und den Filialen der Bäckereien Döller und Pilz – Spenden abgegeben werden. Die Sternsinger selbst besuchen am 8. und 9. Jänner Stadtplatz und Pfarrkirche in der Altstadt, Schubertplatz und Herz-Jesu-Kirche in der Neustadt.

Unterschiedliche Pläne im Lainsitztal

Im Pfarrverband mit Bad Großpertholz, Harbach, Harmanschlag, Karlstift und St. Martin gibt es einige Varianten: Pfarrer Rudolf Pinger spricht etwa von Sammelaktionen in Karlstift, Spendenboxen in der Harbacher Kirche und Sternsingern in St. Martin.