Stundenlange Regenfälle: Die Pegelstände steigen. Nachdem die Unwetter am Nachmittag des 2. August laut Bezirksfeuerwehr-Kommandant Erich Dangl bei etwa 50 Einsätzen an die 250 Kameraden gefordert hatten, ließen anhaltend starke Regenfälle spätestens nach der Nacht auf 4. August die Flüsse und Bäche aus den Ufern treten.

Von Markus Lohninger. Update am 06. August 2020 (06:59)

Bezirkshauptmann Stefan Grusch macht sich angesichts der Prognosen – der Regenfall soll im Lauf des Tages nachlassen – keine ernsthaften Sorgen. „Die Situation ist nicht dramatisch“, sagt er. 

Hotspot ist diesmal jedenfalls die Bezirkshauptstadt Gmünd, wo aus dem Norden die Braunau und aus dem Süden die Lainsitz zusammenfließen. Am Dienstagvormittag gingen im Bereich der Lainsitzniederung immer wieder Alarmierungen bei den Feuerwehren auch in den Katastralgemeinden ein.

Vor der Stadt schwoll die Lainsitz bei der Messstelle Ehrendorf laut Wasserstands-Nachrichten des Landes NÖ am Dienstag binnen zehn Stunden um einen Meter auf 2,83 Meter an (Stand: 14 Uhr). Aus dem Norden kommt noch mehr Wasser: Der Romaubach ging in Kleinpertholz bei Heidenreichstein am Dienstag um mehr als einen halben Meter nach oben (Stand 14 Uhr: 200cm) und fütterte damit den Braunaubach, dessen Pegel sich bei Altmanns seit Sonntag fast verdoppelte (Stand 14 Uhr: 224cm) und bei Hoheneich einen Sprung von 1,4 auf 3,2 Meter machte, ehe er bei Gmünd in die Lainsitz einbiegt.

Der Reißbach, der allerdings erst nach Gmünd auf tschechischem Gebiet in die Lainsitz mündet, kletterte indes bei Gopprechts schon Sonntagnacht binnen kürzester Zeit um einen auf mehr als drei Meter nach oben (Stand 14 Uhr: 327 cm).