Vier Strafverfahren nach Gastro-Kontrollen

3G, 2G, Quarantäne, immer mehr Covid-Fälle – und ein Betrieb mit etlichen Verstößen: Viel Arbeit für Polizei und Behörde im Bezirk Gmünd.

Erstellt am 25. November 2021 | 05:44

3G im Job, 2G in weiten Teilen des öffentlichen Lebens, dazu zunehmend mehr gültige Absonderungsbescheide und täglich steigende Covid-Infektionszahlen: Bei Bezirkshauptmannschaft und Polizei kam im Gmünder Bezirk schon vor der Verhängung des vierten Lockdowns alles Andere als Langeweile auf.

Bei polizeilichen Überprüfungen haben sich die Probleme zuletzt laut Bezirkspolizei-Kommandant Wilfried Brocks in einem „überschaubaren Bereich“ bewegt. Von Bezirkshauptmann Stefan Grusch hatte es angesichts des kurzen „Lockdowns für Ungeimpfte“ unter anderem den Auftrag gegeben, bei jeder Anhaltung zu prüfen, ob wirklich nur Geimpfte unterwegs waren. Der Fokus wurde auch auf Handel, Gastronomie und körpernahe Dienstleister gelegt. Für die Polizei gab es dabei großteils positives Feedback, sagt Brocks, „viele sind froh, dass wirklich kontrolliert wird. Wo es nicht gepasst hat, da wurde versucht, mit Augenmaß vorzugehen – und zu überzeugen, dass die Einhaltung der Vorgaben für unser aller Sicherheit erforderlich ist, weil wir sonst alle nicht aus dem Teufelskreis herauskommen.“ In bald zwei Jahren Pandemie habe sich eine gewisse Routine eingestellt, die Anzeigen und Strafmandate als letzte Stufe im Regelfall nicht notwendig machte.

Anzeige brachte größeren Fall ins Rollen

Bei körpernahen Dienstleistern habe es keine Beanstandungen gegeben, berichtet Bezirkshauptmann Grusch von hoher Disziplin. In der Gastronomie habe sich teils ein anderes Bild gezeigt: Gegen vier Betriebe mussten demnach, quer über den Gmünder Bezirk verstreut, Strafverfahren eingeleitet werden. Ein besonders krasser Fall sei nach einer Anzeige aus dem Wiener Raum ans Tageslicht getreten, so Grusch: Bei NÖN-Redaktionsschluss sei die Aufarbeitung der Namen von Betroffenen und deren Kontakten „aus ganz Ost-Österreich“ wegen der Häufung noch gar nicht abgeschlossen gewesen. „Wenn sich immer Leute an eigene Regeln halten, dann werden wir die Pandemie nie in den Griff bekommen“, ärgert der Vorfall den Bezirkshauptmann.