„Waldviertler Schätze“: Teiche im Fokus

Experten-Tagung sollte Teichlandschaft im Bezirk Gmünd würdigen und Impulse setzen.

Erstellt am 23. Oktober 2021 | 05:47
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Die drei Initiatoren der Tagung „Das Erbe der Teichwirtschaft“: Christian Hanus, Andreas Salvator Habsburg-Lothringen und Dalibor Stys (vorne), sowie die Vortragenden Martin Brandl, Zdenek Adamek und Robert Dulfer (hinten) in Gmünd.
Foto: S. Dangl

Von Menschenhand geschaffen, aber irgendwie doch ein Teil der Natur – die Teichlandschaft des Waldviertels und Südböhmens ist einzigartig. Um diesen besonderen Schatz zu würdigen, schlossen sich die Donau-Uni Krems und die Universität Budweis zusammen und veranstalteten eine dreitägige Tagung. Initiiert wurde das Projekt von Andreas Salvator Habsburg-Lothringen.

„Er trat mit der Idee an mich heran und ich war fasziniert, da wir uns schon seit Jahren mit den Themen Klimawandel und dem Kulturerbe auseinandersetzen“, erzählte Dekan Christian Hanus von der Donau-Universität bei der Eröffnung im Gmünder Palmenhaus. Mit der Tagung wolle man Impulse setzen und jeden miteinbeziehen, der in irgendeiner Form für unsere Teiche verantwortlich ist. „Es geht um das Wasser für die zukünftigen Generationen“, betonte Habsburg-Lothringen. Er wolle mit der Initiative auch auf den Wert des Wassers aufmerksam machen: „Die Wasserpolitik sollte umdenken. Wasser hat meist erst einen Wert, wenn es durch ein Rohr fließt.“

Zur Tagung eingeladen waren zahlreiche namhafte internationale Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und der Praxis. Helena Meyer von der Europäischen Kommission gab Einblicke in Programme zur Restaurierung der Wasser-Ökosysteme. Sauberes Wasser sei eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, sagte sie. Auch in unseren Gefilden soll zu diesem Zweck in Zukunft geforscht werden.

Mit dabei waren im Palmenhaus auch internationale Wissenschaftler wie Francesco Bandarin von der Universität Venedig oder Zdenek Adamek von der Uni Budweis. Martin Brandl von der Donau-Universität hielt einen Vortrag über smarte Sensoren für die Wasseranalytik. Am zweiten Tag fungierten die Nachbarn in Nové Hrady als Gastgeber, ebenfalls mit einem dichten Programm. Eine Exkursion nach Třeboň rundete das Programm ab. „Wir alle wissen hoffentlich, wie wichtig die Teiche für unser Ökosystem sind. Es muss den Menschen nähergebracht werden, was für einen Schatz wir hier haben“, strich die Gmünder Bürgermeisterin Helga Rosenmayer hervor.