Walter Konitschek: „Friseure sind verzweifelt“. Walter Konitschek über die Lage der Friseure in der Coronakrise, Unterstützung & Mitarbeiter.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 06. April 2020 (21:19)
Walter Konitschek
NÖN

Ein Virus stellt das Leben auf den Kopf. Viele Dinge des Alltags sind derzeit nicht möglich – dazu zählt auch der regelmäßige Besuch beim Friseur. Während sich das beim Kunden schlimmstenfalls in Wildwuchs oder farblicher Veränderung am Kopf bemerkbar macht, kämpfen die Friseure ums wirtschaftliche Überleben.

„Viele sind verzweifelt! Sie bekommen kein Geld, die Kosten laufen aber weiter“, verdeutlicht der Bezirksvertrauensmann der Friseure, Walter Konitschek, Friseur in Schrems. Ein weiteres Problem sei, dass Unterstützungsprogramme bürokratisch sehr aufwendig seien: „Die Formulare sind seitenlang. Und dann weiß man erst nicht, ob man das passende ausgefüllt hat, wie viel man bekommt.“

Generell könne man einen Monat „noch irgendwie durchdrücken, darüber hinaus wird‘s echt schwer.“

Und die Mitarbeiter? „Anfangs gab es etliche Kündigungen, einige wurden in Kurzarbeit umgewandelt, aber die ist nicht der Weisheit letzter Schluss“, sagt Konitschek. „Es gibt ja nichts zu arbeiten und Kosten bringt es außerdem. Notgedrungen wird es Kündigungen geben, die Mitarbeiter nach der Krise wieder eingestellt werden.“