Was tun bei Regenwetter?. Großmutter klagt über mangelnde Freizeit-Angebote im Bezirk bei schlechtem Wetter. Touristiker kennen Alternativen abseits der Hauptattraktion Bad.

Von Karin Pollak. Erstellt am 12. September 2021 (05:19)
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Kinder während des Urlaubes oder in den Ferien bei Schlechtwetter Spaß und Action bieten zu können, das stellt Eltern oder Großeltern vor eine Herausforderung. Vor diesem Dilemma stand die Gmünderin Jutta Karner, die in der Vorwoche ihre Enkelsöhne (drei und fünf Jahre) zu Besuch hatte und sich an die NÖN wandte.

„Das Sole-Felsen-Bad bietet sich natürlich als Schlechtwetterprogramm an. Aber das dachten sich am verregneten Dienstag viele, das Bad war ausgelastet und in der Lobby warteten viele Personen“, erklärt Karner. Von anderen Hallenbädern habe es keine verlässliche Information zu deren Öffnungszeiten gegeben. „Zum Glasblasen waren wir erst, die Käsemacherwelt hat montags und dienstags zu. Wir fanden somit nichts Passendes“, zeigt Karner auf. „Wenn Gmünd Touristen anziehen will, dann sollte man vielleicht nachdenken, was man Kindern anbieten könnte. Es kann doch nicht sein, dass das Sole-Felsen-Bad die einzige Möglichkeit für ein Schlechtwetterprogramm darstellt“, meint die Großmutter.

Burgen und Schlösser als Alternative

Die NÖN fragte im Tourismusbüro der Stadtgemeinde Gmünd nach. „Es gibt immer wieder Anfragen, was man bei Schlechtwetter mit Kindern unternehmen könnte“, erklärt Simone Gall. „Wir verweisen dann auch auf das Angebot der umliegenden Gemeinden, hier gibt es einige Alternativen.“ Eine Fahrt mit der Schmalspurbahn würde sich auch mit Regenschutz anbieten, in der Wasserburg in Heidenreichstein und im Schloss Weitra gibt es Aktivitäten für Kinder, im Kunstmuseum Schrems ebenso.

Die Spielewelt in Hoheneich sei auch eine Option. Oder man besucht einmal das Kino: „Wir lassen unsere Gäste nicht im Regen stehen, es gibt auch für Schlechtwetter ein umfangreiches Programm“, betont Gall.

„Sind vom Angebot oft überwältigt.“

Ähnlich sieht es der Obmann des Tourismusverbandes Oberes Waldviertel, Peter Höbarth. Er verweist auch auf die Sonnenwelt, die Kinderwerkstatt „Huki“ oder die Papiermühle: „Da gibt es bestimmt Ausflugsziele, die auch bei Schlechtwetter genützt werden können. Ich habe mit meinen Urlaubsgästen die Erfahrung gemacht, dass sie von dem Angebot überwältigt sind. Oft heißt es, da müssen wir wieder kommen, um alles besuchen zu können.“