Heini Staudinger: Wer ist der neue Herausforderer Van der Bellens?

Erstellt am 13. August 2022 | 12:36
Lesezeit: 4 Min
Vom Uni-Abbrecher zum Schuhverkäufer, Möbelerzeuger, Eigentümer & Chef von Gea / Waldviertler Werkstätten, „brennstoff“-Herausgeber, Medienstar, Hotelier und Unterstützer von Sozial- und Hilfsprojekten.
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Aufgewachsen in Schwanenstadt in Oberösterreich und fürs spätere Leben geprägt während einer Afrikareise als 19-Jähriger am Moped, schmiss Heinrich „Heini“ Staudinger einst sein Studium, eröffnete 1980 mit in Dänemark per Autostopp auf Pump gekauften „Earth Shoes“ einen Laden in der Lange Gasse 8 in Wien.

Vom Verkauf der „Earth Shoes“ sattelte er auf „Gea“ für die Göttin der Erde um, startete auch mit Möbelhandel und schließlich -produktion, und wurde größter Vertreiber für die 1984 als Sozialprojekt gegen hohe Arbeitslosigkeit in Schrems gegründete Waldviertler Schuhwerkstatt. 1991 wurde Staudinger Eigentümer der massiv kriselnden Schuhwerkstatt, 1994 auch zum Geschäftsführer.

1997 wurde das „Gea-Album“ gegründet, ein Kommunikationsforum und Turbo für die Umsatzentwicklung, der im Ringen um den Zeitungstarif der Post schließlich in der Zeitschrift „brennstoff“ mündete, deren Herausgeber Staudinger nun ist.

2003 wurde ein Sparverein für Einlagen zuerst nur von Freunden und Bekannten gegründet, zum Aufbau von Photovoltaik-Anlagen wurden Sonnen-Gutscheine verkauft, über die mittlerweile 18 PV-Anlagen im Gemeindegebiet Schrems errichtet wurden – die Finanzmarktaufsicht sollte sich ab 2012 noch genauer damit befassen, den in der Causa hartnäckig uneinsichtigen Heini Staudinger wegen unerlaubter Bankgeschäfte bestrafen und ihn damit zum weithin bekannten Medienstar machen.

Davor wurde 2004 die Möbelwerkstatt aus Wien in den Schremser Standort zur Schuhproduktion integriert, die „Waldviertler Werkstätten“ entstanden.

2009 ging in der Gea-Akademie ein heute hoch erfolgreicher Seminarbereich für Handwerk, Kunst, Gesundheit und mehr los, ergänzend dazu wurde 2013 am Schremser Hauptplatz das leer gestandene und in die Jahre gekommene Hotel Post gekauft, umfangreich saniert und mit Restaurant & Gästezimmern als „Gea-Hotel zur Sonne“ wieder eröffnet. 2014 folgte mit dem Aufbau der Jurte in der Niederschremser Straße als neuem Zentrum für den Werksverkauf der nächste wesentliche Schritt (Eröffnung 2015).

Dem afrikanischen Kontinent blieb Staudinger bis heute verbunden, unter anderem durch die Initiative „Heinrich Staudinger für Afrika“. In der Flüchtlingshilfe engagiert sich der 69-Jährige seit vielen Jahren genauso wie in der Unterstützung von Sozial- und Hilfsprojekten im Inland. Aus einem 2021 gestarteten Aufruf wegen lockdown-bedingt vollem Lager in Schrems entstand etwa eine Spendenaktion zugunsten Schuhen zu Flohmarktpreisen für Bedürftige im Inland und in Flüchtlingslagern. Gut 15.000 Paar Waldviertler-Schuhe gingen seither laut Staudinger für Spenden in Gesamthöhe von über 800.000 Euro von mehr als 6.000 Personen an österreichische Einrichtungen und unter anderem mit Pascal Violos „Karawane der Menschlichkeit“ auf die Reise in internationale Flüchtlingslager.
Im Sommer 2022 befindet sich auch das jüngste Projekt, ein drei Millionen Euro schwerer Neubau mit Produktions- und Reparaturstätte, modernen Mietwohnungen und großem Dachgeschoß-Büro am Ort eines seit Jahren verwaisten Geschäftes am Hauptplatz auf der Zielgeraden. Das Hauptziel der Baus, wie Heini Staudinger der NÖN erzählte: „Die Rückkehr der Vitalität auf den Hauptplatz!“

Am 16. August 2022 soll seine Kampagne für eine Kandidatur bei der Bundespräsidentenwahl am 9. Oktober anlaufen, die erforderlichen 6.000 Unterstützungserklärungen können bis Anfang September gesammelt werden.

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