Testangebot im Bezirk Gmünd geht zurück. Am Höhepunkt des Geschehens im Impfzentrum: Einheitliche Optik für alle 140 Helfer. Das Testangebot sinkt bereits, Impfangebot dürfte bis August folgen.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 23. Juni 2021 (04:53)
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Baumeister Stefan Graf (Mitte) übergab im Beisein von Ludwig Schleritzko, Nationalrats-Abgeordneter Martina Diesner-Wais und Bürgermeisterin Helga Rosenmayer 140 Poloshirts an das Impfteam von Bezirkshauptmann Stefan Grusch.
Markus Lohninger

Das Ausmaß des Personeneinsatzes für das Impfzentrum des Landes NÖ im Zivilschutzzentrum verdeutlicht eine Zahl, die anlässlich eines Besuches von Landesrat Ludwig Schleritzko genannt wurde: 140. So viele blaue Poloshirts mussten gedruckt werden, damit alle Helfer in eine einheitliche Optik gehüllt werden konnten. Dabei gab es pro Kopf nur ein Shirt.

Die Zahl summiere sich eben, umfasse neben regelmäßig eingesetzten Ehrenamtlichen auch tageweise Aushelfende, sagt Bezirkshauptmann Stefan Grusch. Angesichts der Vielfalt auch quer durch verschiedene Organisationen vom Roten Kreuz bis zum Zivilschutzverband, sei allmählich der Bedarf für eine einheitliche Linie offensichtlich geworden. In Baumeister Stefan Graf bzw. Leyrer+Graf wurde ein Sponsor gefunden, Alexander Berger übernahm die Herstellung zu einem „super Preis“.

„Jeder Nadelstich bringt uns dem Ende der Corona-Krise näher.“ Landesrat Schleritzko machte sich nach der offiziellen Übergabe beim Rundgang ein Bild vom Geschehen im Impfzentrum. Die Coronakrise koste dem Land NÖ für 2020 und 2021 wegen höherer Ausgaben und geringerer Einnahmen 1,6 Milliarden Euro, rechnete er vor: „Diese ungekannte Höhe an Hilfsmitteln war und ist notwendig, um Leben zu retten und Existenzen zu sichern. Beim Erfolg und der guten Organisation in den NÖ Impfzentren sehen wir, dass diese Gelder effizient und effektiv eingesetzt werden.“

Jeder Nadelstich bringe uns dem Ende der Coronakrise näher, sagte Schleritzko – und ließ sich von Bettina Weiß prompt die Erstimpfung verabreichen.

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Landesrat Ludwig Schleritzko ließ sich von Bettina Weiß die Erstimpfung gegen das Coronavirus setzen.
NLK/Pfeiffer

Ziel: Auch nach August dabei sein. 2.400 Impfungen pro Woche sind in der Gmünder Impfstraße möglich, dazu kommen Angebote in Firmen und im niedergelassenen Bereich. Kein Wunder, dass auch der Anteil der Geimpften im Bezirk mit 36.300 Einwohnern rasant zunimmt – wie in allen Teilen des Landes. Für Mitte August steht daher ein Zurückfahren des dichten Angebotes im Raum, Bezirkshauptmann Grusch brachte Schleritzko schon jetzt die Vorzüge eines Fortbetriebes in Gmünd nach Schließung der ersten Impfzentren in Niederösterreich nahe.

Tests: Großschönau fällt weg, Amaliendorf und Hirschbach reduzieren. Praktiker können auf jeden Fall bis Jahresende impfen, sollen nun auch Testungen von „asymptomatischen“ Personen vornehmen dürfen, berichtet indes Abgeordnete Martina Diesner-Wais (ÖVP) aus dem Nationalrat. In den von Gemeinden im Bezirk betriebenen Teststraßen wird das Angebot dafür sukzessive ausgedünnt, wie es Bezirkshauptmann Grusch bereits via NÖN angekündigt hatte. Bis Redaktionsschluss gab es für drei Gemeinden Änderungen:

In Großschönau wird am kommenden Montag zum letzten Mal kostenlos getestet, danach wird der Testbetrieb eingestellt.

In Amaliendorf , wo vorigen Freitag vom Volksheim zum Gemeindeamt übersiedelt wurde, entfällt der Montag nach dem 28. Juni ebenfalls, der Freitag (19-21 Uhr) bleibt aufrecht.

Um eine Stunde kürzer wird ab 24. Juni in Hirschbach getestet (von 19 bis 20 Uhr; alle Zeiten und Orte im Serviceteil!).

Das Infektionsgeschehen liegt im Bezirk bei einer „7-Tage-Inzidenz“ von 11 mittlerweile exakt im Bundes- und Landestrend.