Erstellt am 05. April 2011, 09:54

‚Das Spirituelle vermitteln’. AUSSTELLUNG / Makis Warlamis versucht in seiner Jahresausstellung, das Unsichtbare sichtbar zu machen: „Christus heute“.

Zur Eröffnung führte Künstler Prof. Makis Warlamis die Gäste persönlich durch die Ausstellung „Christus Heute – Faszination.Christus.Erleben“. Im Bild: Helga und Ing. Klaus Hantsch, Prof. Karl Musil, Prof. Makis Warlamis, Dr. Ernst Pölzl und Dr. Dieter Heinisch.BRANDEIS  |  NOEN
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VON EVA BRANDEIS

SCHREMS / Im dritten Ausstellungsjahr präsentiert das Kunstmuseum Waldviertel seit 25. März eine international einzigartige Ausstellung mit einem mutigen künstlerischen Projekt: „Christus Heute – Faszination.Christus.Erleben“.

„In meiner Konzeption ist mein Christusbild eine unendliche Synthese alter Darstellungen im Zeitraum von mehreren Tausend Jahren. So entsteht ein Christusbild, das sich ständig in einer leichten Vibration befindet, wie eine unendliche Projektion tausender Bilder der Vergangenheit“, erklärt Künstler Makis Warlamis.

In dieser Erlebnisausstellung wird jeder Besucher eingeladen, von den rund 200 Christus-Bildern sein eigenes zu entdecken.

In einer experimentellen Videoinstallation wird etwa das Erscheinen und Verschwinden Christi ständig erlebbar – Christus kommt und geht.

In einer anderen Inszenierung sitzt Christus an einer Tafel und lädt alle Besucher ein, sich zu ihm zu setzen. Auch das leere Grab mit dem ‚Turiner Tuch‘ wurde in einem Höhlenraum aufgebaut.

Gerade heute, wo die Gegenwartskunst Unmögliches verlangt, versucht Warlamis mit dieser Ausstellung das Unfassbare und das fast Unsichtbare zu gestalten, sichtbar zu machen: „Ich denke, es wäre an der Zeit, durch diese ’Unmöglichkeit‘ den Menschen das Emotionale, das Spirituelle zu vermitteln“, meint Warlamis.

Die Ausstellung ist noch bis 9. Jänner 2012 im Kunstmuseum Waldviertel zu sehen.