B2 in Schrems: Stillschweigen zu Unterführungen . B2-Querungen: Stadtchef hält sich zu Entwicklungen bedeckt, VP startete Unterschriften-Aktion.

Von Markus Lohninger und Karin Pollak. Erstellt am 02. Juli 2020 (04:27)
Die Schremser VP-Gemeinderäte Franz Brantner (links) und Stefan Kolm (rechts) machen mit einer Unterschriftenaktion gegen die geplante Ampel bei der Kreuzung B2/B30 mobil. Sie fordern die schon im Vorjahr geplante Unterführung für Fußgänger und Radfahrer. Mario und Sandra Böhm waren unter den ersten Unterzeichnern.
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Die Diskussion um sichere Querungen der Bundesstraße B2 im Raum Schrems für Fußgänger und Radfahrer – und im Bereich der Kreuzung mit der B30 auch für Autofahrer – hält an. Vorige Woche befasste sich wie angekündigt auch der Infrastruktur-Ausschuss des Gemeinderates mit der Situation in Kottinghörmanns und Niederschrems.

Wie es weiter geht? Keine Auskunft

Was dort gesprochen wurde, darüber hält sich SP-Bürgermeister Karl Harrer gegenüber der NÖN mehr als bedeckt. Er beruft sich auf die Vertraulichkeit der Sitzung – und, hinsichtlich der durch die Straßenbauabteilung noch für diesen Sommer geplanten Ampel zur Kreuzung B2/B30 vor Kottinghörmanns: „Ich kann dem Land nicht vorschreiben, was es tut.“ Auch was die weitere Vorgangsweise der Stadtgemeinde hinsichtlich der beiden Brennpunkte sein soll, verrät er nicht.

VP-Mandatare: „Wehren uns mit allen Mitteln“

Innerhalb des VP-Gemeinderatsklubs ist indes in der Vorwoche eine Unterschriften-Aktion rund um die Ampel bei Kottinghörmanns angelaufen. „Wir wehren uns mit allen Mitteln“, betonen die Gemeinderäte Franz Brantner und Stefan Kolm, die im Ort derzeit mit Helfern von Haus zu Haus unterwegs sind. Auch in den betroffenen Betrieben werden Unterschriften eingeholt.

„Die Ampel als vorgeschlagene Lösung für mehr Sicherheit entspricht nicht den Diskussionen im letzten Jahr, die sich fast ausschließlich um eine Unterführung des Kreuzungsbereichs gedreht haben“, so Gemeinderat Brantner. Er fordert die Berücksichtigung der Interessen der Anrainer ein: „Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer muss im Vordergrund stehen, durch die Ampel sind aber große Nachteile zu befürchten, etwa zunehmender Kreuzungslärm wegen Rotphasen, steigende Feinstaubbelastung aufgrund der Wartezeiten und mehr Autofahrer in Schrems, wenn sich der Verkehr an der B30 bis zum Kreisverkehr rückstaut.“

Tägliche Wege

Viele Ortsbewohner müssten die Kreuzung am Weg zur Arbeit oder für die täglichen Einkäufe täglich queren, betont Klubkollege Stefan Kolm. „Ein sicheres und zügiges Überqueren muss daher unser aller Anliegen sein“, sagt Kolm. Mit der Unterschriftenaktion seien alle Beteiligten aufgefordert, sämtliche Maßnahmen zu setzen, „um die Ampel-Lösung zu verhindern und die im Gemeinderat beschlossene Fußgänger- und Radwegunterführung rasch umzusetzen“.