Bad Großpertholz

Erstellt am 13. August 2018, 18:16

von Markus Lohninger

Waldviertel: Wolf schlug in Bio-Baumschule Artner zu. Neuerliche Wolfsrisse im oberen Waldviertel: In der Nacht auf 13. August schlugen einer oder mehrere Wölfe ausgerechnet in der kleinen Schafherde von Bio-Vorreiter Martin Artner in Reichenau am Freiwald (Marktgemeinde Bad Großpertholz) zu.

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Martin Artner  |  Christine Deutsch

Das Muttertier der als „Rasenmäher“ zwischen den Obstbäumen der einst bundesweit ersten Bio-Baumschule „Silva Nortica Artner“ eingesetzten Schafe wurde gefressen, die Überreste wurden zwischen den Obstbäumen verstreut. Ein Jungtier wurde totgebissen. Die drei weiteren Schafe wurden jeweils an der Gurgel gebissen, leben aber (vorerst) noch.

Trotz seines Verlustes: Martin Artner stimmt in den lauter werdenden Kanon jener, die sich für das Töten der wieder heimisch werdenden Wölfe einsetzen, nicht ein. „Wir wollen nicht gegen die Natur, sondern mit der Natur leben“, betont er im NÖN-Gespräch. Die Politik müsse allerdings etwa in Sachen Schutzmaßnahmen die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass dieses Nebeneinander möglich sei.

Artner: Keine Furcht vor dem Wolf im Wald

Auch die zunehmenden Warnungen vor Spaziergängen im Wald oder vor dem Aufenthalt von Kindern im Freien hält der Bio-Pionier für übertrieben: „Der Wolf ist von den Gefahren im Wald jene, vor der ich mich am wenigsten fürchte.“

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